Kein Pub-Crawling, keine Party-Bootstour, kein Cocktail am Strand, kein Hangover in Bangkok: Im März müssen Touristen gleich an zwei Wochenenden auf Alkohol im Thailand-Urlaub verzichten.

Am kommenden Sonntag, 24. März, wählt das Land ein neues Parlament. Regierung und Polizei setzen die Wahlen mit einem buddhistischen Feiertag gleich, das bedeutet: landesweites Alkoholverbot. 

Thailand: 24 Stunden lang kein Alkohol im Urlaubsland

Der Verkauf und der Konsum von Alkohol sind ab Samstagabend, 18 Uhr, für 24 Stunden komplett untersagt. Das solltest du ernst nehmen: Die Polizei von Phuket sagte der Lokalpresse „The Phuket News“, dass auch Touristen das gesetzlich vorgeschriebene Verbot befolgen müssten.

Entsprechende Warnhinweise hängen im Land aus und erinnern Urlauber und Einheimische an die Alkohol-Sperre.

Lieber nüchtern bleiben, sonst drohen sechs Monate Gefängnis

Egal ob Bier, Wein oder Cocktail – sollten Touristen in der Öffentlichkeit Alkohol konsumieren, drohen ihnen die gleichen Konsequenzen wie Einheimischen: Bis zu sechs Monate Haft und gegebenenfalls umgerechnet 278 Euro Strafe obendrauf! 

Bereits am vergangenen Wochenende wurde das Verbot im Zuge der nationalen Wahlen verhängt. Auch wenn du als Tourist natürlich nicht wählen gehst: Es soll verhindern, dass Wähler unter Alkoholeinfluss bei ihrer Entscheidung beeinflusst oder sogar manipuliert werden könnten. Seit dem Jahr 2018 findet das Gesetz auch auf Wahlen Anwendung. 

Nur im Hotel ist Alkohol trinken erlaubt

Für einige Touris ist auch ein Tag Verzicht wohl schon zu viel: Bei Twitter beschwert sich etwa ein Urlauber, dass das seinen Plan für Samstagnacht in Bangkok ruinieren würde.

Falls du auch schon zittrige Hände bekommst und nicht weißt, wie du das Wochenende in Thailand ohne Alkohol überstehen sollst: Deck dich vor Samstagabend mit Drinks ein und genieß sie im Hotelzimmer – da kann dich niemand verhaften. Manche Hotels seien übrigens vom Verbot ausgenommen, schreibt die „Sun“ – aber frag da lieber vorher nach.

Erste demokratische Wahl in Thailand seit 2014 

Nachdem die letzte demokratisch gewählte Premierministerin Yingluck Shinawatra nach Korruptionsvorwürfen 2014 vom Militär in Thailand gestürzt worden ist, markiert der kommende Sonntag ein wichtiges politisches Ereignis. 

Eigentlich sollte schon im Januar neu gewählt werden, das Militär verschob den Termin jedoch. Kritiker sehen darin eine klare Taktik, um die Opposition zu behindern, berichtet der „Deutschlandunk“. Mehr als 100 Parteien treten bei der Wahl an.