Kreuzfahrt: 12 Fehler, die Passagieren die Reise ruinieren könnten

12 Fehler, die deine Kreuzfahrt ruinieren könnten

Eine Kreuzfahrt kann die schönste Reise deines Lebens werden – oder die schlimmste. Es gibt zwölf Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest, wenn du keine schlechten Erinnerungen an den Trip behalten willst.

Auf einem Kreuzfahrtschiff reisen teilweise Tausende Menschen gemeinsam auf engem Raum – da kann einiges schieflaufen. (Symbolfoto)
Auf einem Kreuzfahrtschiff reisen teilweise Tausende Menschen gemeinsam auf engem Raum – da kann einiges schieflaufen. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Brandon Nelson

Das Schiff nach dem Landgang verpassen, mit Magen-Darm flach liegen, nicht an Freizeitaktivitäten teilnehmen dürfen: Das sind nur drei Dinge, die Reisenden die komplette Kreuzfahrt vermiesen.

Damit dir das nicht passiert, verraten wir dir zwölf Fehler, die du vermeiden solltest:

1. Das falsche Kreuzfahrtschiff wählen

Ganz wichtig: Das Kreuzfahrtschiff sollte zu dir und deinen Bedürfnissen passen. Wenn du nicht mit Tausenden anderen Menschen unterwegs sein willst, solltest du nicht unbedingt eine Kabine auf einem der Mega-Schiffe buchen. Die neuen „Global Class“-Dampfer, die gerade im Bau sind, haben sage und schreibe Platz für knapp 10.000 Passagiere. Das muss man schon aushalten können.

Es gibt aber auch Kreuzfahrten für weniger als 500 Passagiere – dazu zählen zum Beispiel die „MS Bremen“, die „MS Hamburg“, die „Sea Dream I“ und die „MS Hanseatic“. Vielleicht ist auch eine Yacht- oder Segelkreuzfahrt etwas für dich.

Auf diesen gibt es auch weniger Entertainment – wichtig für Menschen, die keine Riesenrutschen, Pool-Partys oder gar Achterbahnen brauchen.

So ein großes Kreuzfahrtschiff ist nicht für jeden Passagier etwas...
So ein großes Kreuzfahrtschiff ist nicht für jeden Passagier etwas... Foto: unsplash.com/Peter Hansen

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte sich ein Schiff aussuchen, das auf Familien ausgelegt ist. Wer hingegen allein reist und kinderfreie Zone haben will, sollte das tunlichst vermeiden. Da gibt es zum Beispiel Adults-only-Kreuzfahrtschiffe – auf denen wird weniger auf Kinderbespaßung wert gelegt, dafür mehr auf Abendveranstaltungen.

Um am Ende nicht auf dem falschen Schiff zu landen, solltest du dir genügend Zeit für die Recherche nehmen. 

2. Die Abfahrtszeit nicht richtig checken

Erinnerst du dich an das Paar, das die „Symphony of the Seas“ verpasst hat und deswegen auf den Bahamas gestrandet ist? Die beiden hatten den fatalen Fehler begangen, die Abfahrtszeit des Schiffes nicht richtig zu checken. Daher kamen sie 45 Minuten zu spät vom Landgang in Nassau zurück – und zack, war das Schiff weg. 

Also, ganz wichtig: Überprüfe die Reiseroute und vor jedem Landgang die Abfahrtszeiten.

3. Die falsche Kabine buchen

Endlich auf Kreuzfahrt, endlich Entspannung und Ruhe – oder? In einigen Kabinen wird das ganz schön schwierig; diese sind zwar günstiger, du solltest sie aber trotzdem nicht buchen. Denn in ihnen kann es laut sein, extrem schwanken oder sogar stinken.

Wenn du ein Problem mit lauten Geräuschen hast, solltest du Kabinen unter Bars, Restaurants, Küche, Treppe und Aufzug meiden.

Wenn du schnell seekrank wirst, solltest du dich für eine möglichst weit unten und in der Schiffsmitte gelegene Kabine entscheiden.

Kabinenfront eines Kreuzfahrtschiffs im Hafen vor Barcelona, Spanien.
Wer auf Kreuzfahrt geht, hat beim Schlafgemach die Qual der Wahl. (Symbolfoto) Foto: imago/Kickner

4. Das Falsche in den Koffer packen

Gerade auf Kreuzfahrtschiffen, die auf Entertainment setzen, ist der richtige Kofferinhalt wichtig – da gibt es an Bord Aktivitäten vom Eislaufen bis zum Captains Dinner. Hinzu kommen die Landgänge, auch hier sollte das Richtige eingepackt werden.

Die Cinque Terre etwa haben das Problem, dass dort andauernd Kreuzfahrttouristen in Flip-Flops wandern gehen. Definitiv das falsche Schuhwerk! Das sorgt immer wieder für Unfälle. Die Region hat daher kürzlich ein Flip-Flop-Verbot ausgerufen.

Mach dir eine Kreuzfahrt-Packliste.
Mach dir eine Kreuzfahrt-Packliste. Foto: pixabay.com/Hans

Etliche Reedereien bieten sogar Packlisten an, damit nichts schiefgeht. Nach Angaben von Carnival Cruises darf nicht fehlen: formelle Kleidung, Unterwasser-Kamera, verdeckende Kleidung und festes Schuhwerk.

5. Die Hände nicht regelmäßig waschen

Magen-Darm-Alarm! Auf Kreuzfahrtschiffen können sich Krankheiten schnell verbreiten – im Januar waren knapp 500 Menschen auf der „Oasis of the Seas“ am Norovirus erkrankt. Die Keuzfahrt musste abgebrochen werden. 

Damit du dich bestmöglich vor Viren und Keimen schützt, ist regelmäßiges Händewaschen unerlässlich. Und zwar mindestens 20 Sekunden lang mit warmem Wasser und Seife.

6. Das Falsche am Buffet essen

Auch das Essen an Bord birgt manchmal das Risiko, krank zu machen. Daher: Geh lieber auf Nummer sicher und befolge die Tipps des Portals „This Insider“:

  • Meide Sushi – denn es ist gerade am All-you-can-eat-Buffet schwierig, den Fisch auf der nötigen kalten Temperatur zu halten.
  • Auch Austern sollten tabu sein.
  • Iss keine weich gekochten Eier.
  • Verzehre nur pasteurisierte Milchprodukte.
  • Sei vorsichtig mit Rohkostsalaten.
Einige Dinge am Kreuzfahrt-Buffet sind tabu.
Einige Dinge am Kreuzfahrt-Buffet sind tabu. Foto: imago/Panthermedia

7. Die falsche Saison buchen

Das ist ein Fehler, der vor allem Menschen betrifft, die schnell seekrank werden. Denn es gibt Zeiten im Jahr, in denen die See rauer ist.

So sollten Passagiere mit nervösem Magen zum Beispiel keine Kreuzfahrt in der Hurrikansaison buchen – im Atlantik dauert diese offiziell von Juni bis November.

Nach Angaben des Portals „Cruise Tricks“ treten innerhalb der Saison statistisch gesehen im September am häufigsten Hurrikans auf. Besonders betroffen sind die Inseln der Karibik, der Golf von Mexiko sowie die Küsten von Florida. Auch Bermuda und die Bahamas liegen innerhalb der Hurricane Alley.

Im Mittelmeer kommt es im Herbst und Winter häufiger zu Stürmen, die Drake-Passage in der Antarktis ist grundsätzlich für ihre raue See bekannt. 

8. Zu viel Geld bei einem Landgang ausgeben

Schnorcheln an Korallenriffen, Wandern auf Gletschern, Shoppen auf lokalen Märkten, Erkundungstouren durch antike Stätten: Die Landaktivitäten bei einer Kreuzfahrt sind vielfältig. Und manchmal auch ganz schön teuer. Daher hau nicht gleich beim ersten Landgang zu viel Geld raus, sonst schaust du beim nächsten vielleicht in die Röhre.

Weiterer wichtiger Tipp: Mach dir vor der Kreuzfahrt eine Liste mit Aktivitäten, auf die du Lust hast. Einige Touren solltest du lieber vorab buchen, zum Beispiel, wenn es nur eine sehr begrenzte Platzanzahl gibt. Darunter fallen Rundflüge oder Schnorcheln.

9. Die Sicherheitsübung schwänzen

Sollte klar sein, oder? Die Sicherheitseinweisung zu Beginn jeder Kreuzfahrt ist Pflicht (genauso wie du im Flugzeug jedes Mal aufmerksam die Sicherheitshinweise verfolgen solltest). Mit dem Schwänzen gefährden Passagiere tatsächlich ihr Leben – und ihnen kann vom Kapitän die Mitreise verweigert werden.

Aida schreibt etwa: „Die Seenotrettungsübung gibt unseren Passagieren die Sicherheit, die sie im Ernstfall brauchen. Dabei wird ihnen vermittelt, wo sich ihre Rettungsmittel befinden und wie sie den Weg zu ihrer Sammelstelle finden. Diese Übung ist Pflicht, und da macht auch jeder mit.“

10. Die falsche Kleidung tragen

Marine-Look auf Kreuzfahrt geht immer? Zumindest im hinteren Teil des Schiffes sollten Passagiere auf weiße Kleidung verzeichten, rät „dreamlines“. Denn aus dem Schornstein fliegen Rußpartikel, die sich auf die Anziehsachen setzen und unschöne Flecken hinterlassen. 

11. Sorglos im Internet surfen

Auf der Kreuzfahrt nur ein paar Fotos verschickt oder ein paar Filme auf Youtube geschaut – und dann kommt die Horror-Handyrechnung über Tausende Euro. Das passiert Passagieren leider gar nicht so selten. 

Auf hoher See gelten weder die EU-Roamingverordnung noch eine Kostenbremse oder eventuell gebuchte Reisepakete der Mobilfunkanbieter. Daher solltest du zum Beispiel nicht den Fehler begehen, die automatische Netzwahl am Smartphone zu aktivieren. Bei uns findest du zusätzlich fünf Tipps, wie du Horrorrechnungen vermeidest.

12. Unbedacht ein Upgrade annehmen

Solltest du auf dem Kreuzfahrtschiff ein Upgrade angeboten bekommen, solltest du nicht direkt „Ja!“ sagen. Denn: Das bedeutet nicht gleich, dass du eine bessere Kabine bekommst. „Stattdessen könntest du von einer Standard-Kabine mit Balkon in eine identische Kabine umgebucht werden, die nach Ansicht der Reederei eine bessere Lage hat“, verrät Reise-Experte Sam Katterfield.

Doch manche Gäste buchen absichtlich eine bestimmte Lage, weil sie dort zum Beispiel kürzere Wege zum Spa haben, es dort besonders ruhig ist oder sie lieber auf einem der unteren Decks schlafen wollen, um nicht seekrank zu werden.

Daher, drei Tipps, bevor du zuschlägst: Check die Kategorie der neuen Kabine. Dann check die Lage der neuen Kabine und beachte dabei deine ganz eigenen Wünsche: Willst du schneller im Spa sein oder an der nächsten Bar? Zuletzt: Check die Ausstattung und weitere Dienstleistungen.

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