Nach tödlicher Kuh-Attacke: Österreich stellt Regeln für Wanderer auf

Tödliche Kuh-Attacke in Österreich: Regeln für Wanderer

Vor dem nächsten Wander-Urlaub in Österreich liest du besser diesen Kodex. Das Land will Regeln aufstellen, wie Wanderer sich gegenüber Kühen verhalten sollten. Wer sich nicht daran hält, wird bestraft. 

Eine Kuh grast am Fuße des Großglockners in Österreich.
Eigentlich friedlich und ziemlich süß: Kühe greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. (Symbolfoto)

Foto: imago/Eibner Europa

Nein, das ist kein Spaß, sondern purer Ernst: Österreich will einen Kodex aufstellen, der das korrekte Verhalten gegenüber Kühen regeln soll. Das kündigte die Bundesregierung des Landes jetzt im Rahmen des „Aktionsplans für sichere Almen“ für die kommende Urlaubssaison an.

Der Grund: Eine deutsche Frau (45) kam im Jahr 2014 bei einer Kuh-Attacke ums Leben. Sie war mit ihrem Hund im Tiroler Stubaital auf Wandertour, als eine Kuhherde die Frau angriff und tottrampelte.

Österreich möchte mit dem Verhaltenskodex verhindern, dass sich solche gefährlichen Unfälle wiederholen und dann möglicherweise Touristen vom Wandern in den Alpen abschrecken.

Kuh-Verhaltenskodex: Österreich legt Regeln für Touristen fest

Der Fall zeigt: Viele Menschen wissen nicht, wie sie sich gegenüber den Rindern verhalten sollen. Die Mutterkühe haben ihre Kälber vor dem Hund der Frau schützen wollen, teilt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus mit.

Der Verhaltenskodex soll deshalb Leitlinien geben: Wie nah darfst du einer Kuh kommen? Wie deutest du Verhaltensweisen und was ist überhaupt mit Hunden auf Almen? 

Da gibt es Entwarnung für alle vierbeinigen Urlauber und deren Besitzer: Von einem generellen Hundeverbot werde derzeit abgesehen, so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. 

Kein Hundeverbot für Österreich-Urlauber – sonstige Verstöße werden bestraft

Am Kodex wird derzeit noch gearbeitet, aber fest steht: Er soll für alle Besucher leicht verständlich und übersichtlich sein. Der Verhaltenskodex soll gesetzlich verbindlich sein, bedeutet für dich: Halt dich daran, sonst drohen Strafen. 

Tödlicher Kuh-Angriff sorgte für heftigen Rechtsstreit 

Diese verbindliche Gesetzesänderung ist notwendig: Der Tod der 45-jährigen Wanderin aus Deutschland löste einen heftigen Rechtsstreit aus. 

Erst im Februar wurde in erster Instanz entschieden, dass der Bauer, dem die Kuhherde gehörte, dem Witwer und dem Sohn rund 180.000 Euro sowie eine monatliche Rente von 1.500 Euro zahlen muss. 

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite