Nach Flugzeugabsturz: Tui stoppt alle Flüge mit Boeing 737 Max

Nach Absturz: Tui stoppt alle Flüge mit Boeing 737 Max

Aus dem Flugzeugabsturz bei Ethiopian Airlines zieht Tui nun Konsequenzen und lässt alle Boeing 737 Max der Gesellschaft am Boden. Auch in Europa ist inzwischen der Luftraum für den Boeing-Typ gesperrt.

Eine Boeing 737 Max von Tui.
Jetzt doch: Auch die Airline Tui lässt alle 15 Maschinen des Boeing-Typs nicht mehr fliegen.

Foto: imago/Belga

Nachdem binnen weniger Monate zwei Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 abgestürzt sind, verhängen zahlreiche Länder ein Startverbot für alle Boeing-737-Max-8-Flieger. 

Am Sonntag verunglückte eine Ethiopian-Airlines-Maschine auf dem Weg nach Kenia, 157 Menschen starben. Im Oktober stürzte ein Flugzeug kurz nach dem Start im indonesischen Jakarta ins Meer.

Europa sperrt Luftraum für Boeing 737 Max 8

Nachdem Verkehrsminister Andreas Scheuer am Dienstagnachmittag bekannt gegeben hat, dass auch der deutsche Luftraum für die Boeing 737 Max 8 gesperrt ist, folgte ein Verbot für den gesamten europäischen Luftraum. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA begründete diese Entscheidung als „notwendige Maßnahme für die Sicherheit der Passagiere“.

Darüber hinaus wolle die europäische Flugsicherheitsbehörde die zuständige US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB und Ethiopian Airlines bei den Untersuchungen zur Absturzursache unterstützen.

Zuvor hatten Malaysia, Australien, Singapur und Großbritannien am Dienstag bekannt gegeben, dass die Maschinen vorerst weder Start- noch Landeerlaubnis mehr hat.

Tui lässt alle 15 Boeing 737 Max 8 am Boden

Darauf hat auch Tui reagiert. Das Unternehmen stoppt alle Flüge mit Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8. Die 15 Flugzeuge, die in Großbritannien und den Benelux-Ländern im Einsatz sind, bleiben ab Mittwoch am Boden.

Der Konzern folge der Anordnung der britischen Luftfahrtbehörde, sagte ein Unternehmenssprecher dem reisereporter. „Es macht für uns keinen Sinn, die Maschinen in Großbritannien stehen zu lassen, aber in anderen Ländern fliegen zu lassen.“

Passagiere, die von diesem Mittwoch an auf Flüge mit einer Boeing-Max-Maschinen gebucht sind, will der Konzern auf seiner Internetseite über Änderungen der Reisepläne informieren.

Gesperrter Luftraum für Boeing 737 Max 8 

Bereits am Montag ordnete Chinas Luftfahrtbehörde an, dass alle chinesischen Airlines ihre Maschinen dieses Typs am Boden behalten müssen. Bei Ethiopian Airlines startet schon seit Sonntag keine Boeing 737 Max 8 mehr.

Auch in anderen Ländern, darunter Südkorea und Oman, haben vereinzelte Airlines beschlossen, vorerst keine Boeing 737 Max 8 starten zu lassen. Die Flugzeuge dieses Typs sind erst seit dem Jahr 2017 im Einsatz. 

Die amerikanische Luftfahrtbehörde hat unterdessen erklärt, dass die Boeing 737 Max 8 sehr wohl „lufttüchtig“ sei. 

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