Tragödie auf Alaska-Kreuzfahrt: Ein Passagier starb an einem Herzinfarkt – nur wenige Tage, nachdem er auf dem Schiff „Explorer of the Seas“ seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte. Ein Gericht sieht die Schuld daran vor allem bei der Reederei und dem Schiffsarzt.

Royal Caribbean muss der Familie des Mannes aus Wisconsin daher nun 3,38 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund drei Millionen Euro, Schadensersatz zahlen. Was war genau passiert?

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Passagier geht mit Atemnnot ins Bordkrankenhaus – vier Tage später ist er tot

Der Passagier ging mit Atemnot ins Bordkrankenhaus. Der Arzt diagnostizierte einen „septischen Infarkt“, gab dem Mann Medikamente und schickte ihn zurück auf seine Kabine. Dort brach der Patient etwa eine halbe Stunde später zusammen. Zwei dazugerufene Krankenschwestern konnten ihn weder behandeln noch transportieren.

Crew-Mitglieder brachten ihn erneut ins Bordkrankenhaus, dort wurde seine Ausschiffung angewiesen. Er wurde mit einem Rettungsschiff an Land gebracht und kam ins Krankenhaus des Ortes Juneau. Dort starb er vier Tage später, wie der „Miami Herald“ berichtet.

Das Gericht in Miami begründete sein Urteil damit, dass der Schiffsarzt mehrere Behandlungsfehler begangen habe. Diese hätten dazu geführt, dass der Herzinfarkt tödlich endete. Die Reederei will gegen das Urteil Berufung einlegen.