Rund 1.700 Euro – so viel hätte der Mieter einer Sozialwohnung in Salzburg bei voller Belegung auf Airbnb dazuverdienen können. Er hatte ein Zimmer seiner 44-Quadratmeter-Unterkunft für 29 Euro pro Nacht plus 10 Euro Reinigungsgebühr inseriert. 

Wohnung wegen Vermietung auf Airbnb gekündigt 

Drei Jahre lang kam er damit durch. Jetzt ist dem Mann allerdings die Kündigung des Mietvertrages ins Haus geflattert, denn: Stadteigene Wohnungen auf Airbnb zu vermieten ist in Salzburg verboten. Dem österreichischen „Kurier“ zufolge haben Nachbarn die Stadt auf die illegale Vermietung aufmerksam gemacht.

Durch die Einnahmen mittels Airbnb hätte er theoretisch ein Vielfaches seiner Miete einnehmen können. „Sich an günstigen Wohnungen zu bereichern ist völlig inakzeptabel“, erklärte die Wohnungs-Ressortchefin Anja Hagenauer. Das Verbot einer Untervermietung sei in den Mietverträgen für städtische Wohnungen klar festgelegt.

Bis Anfang April soll außerdem ein neues Gesetz geprüft werden, wonach sich Vermieter künftig registrieren müssen.

Airbnb: Vermietung auch in Deutschland stärker reglementiert

Auch in Deutschland verschärfen einige Großstädte die Regeln für Airbnb und Co. In Hamburg sollen Vermieter ihre Wohnung statt sechs nur noch zwei Monate im Jahr vermieten dürfen und die Wohnung offiziell registrieren müssen. In München ist die dauerhafte und gewerbliche Vermietung von Unterkünften ebenfalls verboten. Bei Verstößen drohen Strafen im fünf- bis sechsstelligen Bereich.