Einheimische, aber auch Touristen in Thailand sollten zurzeit verstärkt auf ihre Gesundheit achten: Das Chikungunya-Fieber grassiert in 19 Provinzen des Urlaubslandes. Das Fieber wird durch das gleichnamige Virus ausgelöst, das bei einem scheinbar harmlosen Mückenstich übertragen wird. In diesem Jahr tritt die tropische Infektionskrankheit besonders häufig auf.

Mehr als 2.000 Menschen an Tropenfieber erkrankt

Bisher wurden 2.063 Erkrankungsfälle verzeichnet, meldete das thailändische Gesundheitsministerium. Am häufigsten sind Erkrankungen im Süden des Landes, auch in den beliebten Urlaubsregionen Phuket und Phang-nga. Auch das Tropeninstitut Deutschland warnt immer wieder vor der Tropenkrankheit.

Problematisch: Das Virus kann sich ungehindert ausbreiten, da es weder eine Impfung noch andere Medikamente gegen die Infektion gibt. Todesfälle sind sehr selten – in diesem Jahr gab es bisher keine.

Keine medizinische Therapie für Chikungunya-Fieber 

Wenn du nach Thailand reisen solltest, pack auf jeden Fall tropentaugliches Insektenschutzmittel und ein Moskitonetz ein. Eine 100-prozentige Garantie gibt es nie, daher: Solltest du dich wenige Tage nach einem Stich schwach und fiebrig fühlen, Kopf-, Gelenk- oder Muskelschmerzen spüren, einen juckenden Hautausschlag bekommen und sollte dir auch noch übel sein, such einen Arzt auf.

Mehr als die Symptome lindern geht zwar nicht, dafür kann der Mediziner ausschließen, dass es sich nicht etwa um das gefährliche Dengue- oder Gelbfieber handelt.

Nach ein bis zwei Wochen sollten die Beschwerden abklingen – im schlimmsten Fall bleiben chronische Schmerzen, sagt die WHO.

Infektion in Deutschland meldepflichtig

Das Chikungunya-Fieber ist übrigens wie viele andere Tropenkrankheiten in Deutschland meldepflichtig. Das Virus tritt vor allem im östlichen und südlichen Afrika und in Südostasien auf. Seit einigen Jahren sind auch Fälle bei Karibik-Urlaubern dem Robert-Koch-Institut bekannt.