Nach der dritten Flasche Wein war Schluss: Auf dem Flug AI 131 von Mumbai nach London verweigerte die Crew der 50-jährigen Simone B. den weiteren Alkoholkonsum an Bord der Air-India-Maschine. Denn: Die Frau war bereits sichtlich betrunken. Die Entscheidung passte der Anwältin aus Sussex in England allerdings gar nicht.

Video: Anwältin (50) bespuckt und beleidigt Flugbegleiter bei Air India

Nach der Alkohol-Absage wurden weitere 17 Businessclass-Gäste Zeugen einer rassistischen Hass-Nummer. Die betrunkene Frau verließ ihren Platz und ging nach vorn zu der Crew: „Ich bin eine verdammte internationale Anwältin. Ich habe für euch beschissenen Menschen gearbeitet“, schrie sie den Flugbegleiter an und spielte damit offensichtlich auf seine südasiatische Herkunft an.

Und die Beleidigungen gingen weiter: Ein Video zeigt, wie Simone die Crew als „geldgierige indische Bastarde“ beleidigte und dabei agressiv durch die Kabine rennt. Nicht nur verbal attackierte sie die Flugbegleiter: Als eine andere Stewardess sich einmischte, spuckte sie dieser ins Gesicht.

Danach soll sie sich in der Toilette eingeschlossen und eine Zigarette angezündet haben, berichtet die „Sun“. Ziemlich dumm von der Anwältin: Nach dem neunstündigen Flug wurde sie nach der Landung in London festgenommen. Passiert ist der Ausraster bereits im November 2018. Vergangenen Mittwoch ging die Sache vor Gericht.

Britin muss wegen ihres rassistischen Ausrasters im Flugzeug vor Gericht

Das Gericht in Uxbridge entschied: Simone habe die Sicherheit des Flugzeugs eindeutig durch das Rauchen gefährdet. Außerdem habe sie andere Passagiere gestört. Diese Störung sei von langer Dauer gewesen und die rassistischen Beschimpfungen ungerechtfertigt. „Es gibt dafür keine Entschuldigung.“ 

Als „fucking“ internationale Anwältin wurde Simone das auch bewusst – sie bekannte sich schuldig, betrunken im Flieger verbal als auch körperlich übergriffig geworden zu sein. Das endgültige Urteil wird am 4. April von einem Strafgericht in London gefällt.