Netlag vor der Reise: Urlauber sind von Internet-Recherche gestresst

Vorsicht, Netlag! Wenn Urlaubsplanung zu stressig wird

Schon vor der Reise gestresst: Viele von uns hatten während der Recherche für die nächste Reise sicher schon mal „Netlag“. Die riesige Auswahl kann überfordern – und am Ende buchst du dann doch wie immer.

Der Tisch voll mit Utensilien für die nächste Reise.
Das Internet ist eine Inspirationsquelle für deine nächste Reise und ermöglicht dir Dutzende Optionen – genau das empfinden viele bei der Recherche als stressig und ermüdend. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Rawpixel

Ins Reisebüro gehen oder über den Katalog den nächsten Urlaub buchen – für Digital Natives ziemlich oldschool. Lieber alles selbst im Internet recherchieren und die Reise auf die eigenen Bedürfnisse ganz individuell anpassen. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Bei der gefühlt unendlichen Auswahl an Unterkünften, Reisearten und Portalen verlierst du schnell den Überblick.

Zu viel Auswahl im Internet überfordert

Und schon befindest du dich im Recherche-Reise-Stress: Mist, Netlag. Diese Wortkreation haben sich das Hotelbuchungs-Portal Hotels.com und One Poll im Zuge ihrer Studie überlegt. Sie befragten 7.800 Teilnehmer in 26 Ländern zu ihrer Recherche für die Reise und fanden dabei heraus:

  • Deutsche Reisende surfen über acht Stunden lang für die perfekte Reiseplanung – und das, obwohl die meisten schon nach 42 Minuten davon gelangweilt sind und der „Netlag“ eintritt.
  • Gut jeder Fünfte Millennial (also die zwischen 1980 und den späten 90ern geboren wurden) wendet sogar mehr Zeit für die Internetsuche auf als für Sex!
  • Mehr als ein Drittel der Befragten empfindet die Recherche als extrem stressig.

Vier von zehn würden sogar während der Arbeitszeit im Internet nach Angeboten suchen. Bevor eine Entscheidung gefällt wird, kommen schon mal elf Destinationen infrage.

Der Hammer: 46 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nach der frustrierenden Suche dann doch ein bereits bekanntes Urlausbziel auswählen, jeder Fünfte streicht die Reise komplett. Wozu der Aufwand?

Das dachten sich auch 21 Prozent der Befragten und gaben zu, dass sie sogar 150 Euro an Freunde oder Fremde zahlen würden, wenn diese die Recherche übernehmen würden.

Recherche im Internet: Erfahrungen anderer Reisender sind wichtig

Worauf achtest du, wenn du dir dein nächstes Hotel oder den Flug buchst? Wahrscheinlich – so wie 91 Prozent der Befragten – auf die Bewertungen anderer Reisender. Aber auch das kann variieren.

Hotels.com verleiht deswegen jährlich den „Loved by Guests Award“, der dir einen Überblick über die am besten bewerteten Unterkünfte weltweit verschafft – und sie sogar nach Themen wie Nachhaltigkeit, Familie oder Luxus kategorisiert. Das könnte dir etwas Recherche abnehmen.

Um dich vor dem nächsten „Netlag“ zu bewahren, haben wir noch einen Vorschlag: Wie wäre ein Urlaub ohne Plan? Auf ins Abenteuer mit Blind Booking, das geht zum Beispiel mit Blookery. reisereporterin Maike hat es getestet und entspannte Tage in Stockholm verbracht – ganz ohne ermüdende Internet-Recherche.

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