1. Wegen des super Klimas nach Eilat 

Eilat ist die südlichste Stadt in Israel und liegt direkt am Roten Meer. Wenn bei uns Schneematsch auf den Straßen liegt, ist das Wetter im Süden Israels nur wenige Flugstunden entfernt sommerlich: Es herrschen durchschnittlich 25 Grad, und selbst das Rote Meer ist mindestens 21 Grad warm. Baden? Garantiert!

Dazu kommt, dass es sehr trocken ist: In Eilat regnet es gerade mal drei Tage im Jahr. Eilat überzeugt außerdem mit einer spannenden Lage: Die Stadt hat den einzigen Zugang Israels zum Roten Meer. Die Länge des israelischen Küstenabschnitts beträgt nur knapp zwölf Kilometer.

Der Strand in Eilat.
In Eilat trifft karges Gebirge auf türkis Wasser – Strandurlaub mal etwas anders. Foto: Jasmin Kreulitsch

Liegst du an einem der Strandabschnitte von Eilat, siehst du gegenüber Jordanien und kannst bei guter Sicht auch die Küsten von Ägypten und Saudi-Arabien sehen! 

2. Wegen der einfachen Anreise nach Eilat

Wo Reisende früher erst nach Tel Aviv und dann weiter via Inlandsflug oder Bus mussten, erreichen sie Eilat heute ganz easy: Der neue Ramon International Airport wurde gerade erst eröffnet. 2019 gibt es elf Nonstop-Flüge von verschiedenen Flughäfen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – direkt nach Eilat.

Aussicht aus dem Flieger.
Schon auf dem Flug nach Eilat wirst du mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Flüge in die Stadt gibt es täglich: Mit Wizzair zum Beispiel von Wien, in Deutschland hast von Bremen bis nach München die Qual der Wahl. Foto: Jasmin Kreulitsch

Die Anreise ist beeindruckend, daher schau kurz vor der Landung unbedingt aus dem Fenster: Da der Flughafen im rund 18 Kilometer von Eilat entfernten Timna-Tal erbaut wurde, fliegst du über gigantische Felsformationen und die karge Wüstenlandschaft des Negev.

Kommst du dann in der Stadt an, wirst du merken: Eilat wirkt auf den ersten Blick ein bisschen wie eine künstliche Stadt, die man mitten in die Wüste gestellt hat. Die Promenade mit den Hotels und Malls wirkt mehr wie eine Vergnügungsmeile als wie ein hippes Strandviertel.

Die Stadt hat aber Potenzial und ist vor allem jetzt noch nicht so überlaufen. Da die Regierung in den Tourismus investiert, tut sich viel. Für Nonstop-Flüge von Europa nach Eilat subventioniert das Land rund 80 Euro pro gelandetem Fluggast, deshalb sind die Flüge auch günstig. 

3. Wegen der Tauchmöglichkeiten nach Eilat

Die „New York Times“ wählte Eilat auf Platz sechs der 52 Top-Reiseziele für dieses Jahr und begründete dies nicht nur mit der einfachen Anreise, sondern vor allem mit den vielseitigen Tauchmöglichkeiten. Laut „New York Times“ überzeuge Eilat als „Paradies am Roten Meer“.

Das stimmt: Die Stadt und deren Küste ist bekannt als einer der besten Tauch- und Schnorchelplätze der Welt – dank des klaren Wassers und eines Korallenriffs mit Hunderten von Fischen, Haien und Rochen. Den bekanntesten Spot findest du am Coral Beach.

Tauchen im Roten Meer.
Kaum zu glauben: Direkt vor Eilats Küste befindet sich ein 1.200 Meter langes Korallenriff. Foto: Jasmin Kreulitsch

Auch ein Besuch im „Underwater Observatory Marine Park“ (Eintritt: 94 Schekel, rund 23 Euro) kann sich lohnen: Hier siehst du einen im Meer stehenden Turm, der 100 Meter vom Ufer entfernt ist, und kannst die Unterwasserwelt des Roten Meeres bestaunen.

4. Wegen der Kulinarik nach Eilat

Ob israelische Klassiker wie Falafel, Humus und Schawarma oder Allrounder wie Pizza, Burger und Hotdogs – in Eilat gibt es wirklich alles. Hier gilt: Je weiter weg von der Promenade, umso untouristischer die Restaurants und umso günstiger.

Die schönsten Ecken Eilats entdeckst du, wenn du zweimal hinschaust – und die klassischen Pfade verlässt. Die coolsten Restaurants befinden sich beispielsweise nicht unten an der Promenade, sondern oberhalb der Stadt mitten in den Wohnvierteln. Da Taxi fahren in Eilat aber ziemlich günstig ist, kannst du ganz easy in die versteckteren Ecken gelangen.

Essens-Variation
Die israelische Küche hat es mittlerweile in jede Großstadt Deutschlands geschafft. Da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen. Foto: Jasmin Kreulitsch

Eines der hippsten Lokale, das sich mitten in einer ruhigen Nachbarschaft versteckt, ist das „Pedro“ (Sderot Ye’elim 38): Hier wird vor allem die Fleischqualität gehypt, es gibt aber auch vegetarische Gerichte.

Generell gilt in Eilat: Du darfst dich nicht abschrecken lassen von manch heruntergekommener Optik eines Lokals. Was auf den ersten Blick wirkt wie ein schäbiges Steh-Café, bietet oft die beste Küche! Auch die Cafés in den vielen Malls bieten eine super Qualität und sind beispielsweise eine gute Adresse zum Frühstücken.

5. Wegen der Delfine nach Eilat

Neben dem Coral Beach ist der Dolphin Reef Beach (Eintritt: 64 Schekel, rund 12,50 Euro) sehr beliebt – denn hier kannst du mit Delfinen schwimmen. Besonders schön: Dressierte Delfine gibt es nicht.

Delfine gesellen sich freiwillig zu den Menschen am Dolphin Reef.
Warum sich tauchen noch mehr lohnt? Das Dolphin Reef liegt an der Almog Beach Marina, die Zugang zum offenen Meer hat. Foto: Jasmin Kreulitsch

Die ökologische Delfinanlage ist mit 12.000 Quadratmetern Größe und 24 Metern Tiefe das größte Meeresgehege der Welt, in dem Delfine so natürlich wie möglich gehalten werden. Das Dolphin Reef wurde schon 1990 gegründet. Die Delfine identifizieren das Dolphin Reef mittlerweile als ihre Heimat und kommen auch bei Öffnung der Absperrung immer wieder zurück.

6. Wegen der Hippie-Strände nach Eilat

Wo es an der Promenade stark touristisch zugeht und kaum Charme zu finden ist, zeigt sich Eilat am Mosh Beach von seiner Hippie-Seite. Hier gibt es nicht nur einen schönen Strandabschnitt, sondern auch den coolsten Beachclub, in dem man abhängen kann.

Überall liegen Matratzen und Kissen, es gibt gute Snacks und noch bessere Drinks – und dann und wann umweht dich die Brise eines Joints, denn am Mosh Beach ist das Hippie-Feeling nicht nur eine Phrase. Toll ist auch der zugehörige Shop, in dem es coole Klamotten, Bademode, Decken, Kissen und Accessoires gibt.

Tipp: Da das Flair sehr gechillt ist, ist der Beachclub perfekt für den letzten Tag. Einfach mit Koffer herkommen, ihn in einer Ecke abstellen und vor dem Rückflug am Strand relaxen.

7. Wegen des Red Canyons nach Eilat

Nur knapp 20 Kilometer von Eilat entfernt mitten im Timna-Tal findest du den Red Canyon, eindeutig das coolste Ausflugsziel in der Gegend. Der Canyon ist zwar nur 200 Meter lang, aber echt sehenswert.

Es gibt verschiedene Trails, die du gehen kannst, am ruhigsten ist es um 9 Uhr morgens. Dann wanderst du allein zwischen hohen Felswänden, deren rötlich gemaserte Gesteinsschichten dem Canyon seinen Namen gaben.

Der Red Canyon bei Eilat.
Wie wär’s: Die Morgenröte in Eilats Red Canyon genießen? Foto: Jasmin Kreulitsch

Denk unbedingt an gute Schuhe: Im Canyon sind einige Stellen so schmal, dass kaum zwei Personen aneinander vorbeikommen. Außerdem gibt es immer wieder Stellen, wo du über Leitern und Stahlklammern klettern musst. Insgesamt solltest du für die Wanderung zwei bis drei Stunden einkalkulieren.

Die karge und trotzdem beeindruckende Landschaft des Red Canyons bei Eilat.
Wenn du früh genug da bist, kannst du die Stille im Red Canyon so richtig auf dich wirken lassen. Foto: Jasmin Kreulitsch