Auf die Frage, ob es für Juden und Homosexuelle sicher sei, nach Malaysia zu reisen, gab der Tourismusminister des Landes, Datuk Mohammaddin bin Ketapi, auf der Auftaktveranstaltung der ITB keine Antwort. Für Fragen dieser Art sei er nicht zur ITB nach Berlin gereist.

Auf eine weitere Nachfrage aus dem Publikum sagte er: „Wir haben keine Homosexuellen.“ Das berichtet das „Handelsblatt“.

Datuk Mohamaddin bin Ketapi, Minister für Tourismus, Kunst und Kultur, wollte keine Fragen zum Thema Reisesicherheit für Homosexuelle und Juden beantworten.
Datuk Mohamaddin bin Ketapi, Minister für Tourismus, Kunst und Kultur, wollte keine Fragen zum Thema Reisesicherheit für Homosexuelle und Juden beantworten. Foto: imago images / Uwe Steinert

Das südostasiatische Urlaubsland gerät immer wieder wegen Diskriminierungen, nicht nur von Homosexuellen, sondern auch von Juden, in die Schlagzeilen.

Staatschef Mahathir bin Mohamad hatte Juden als „hakennasig“ bezeichnet und ihnen vorgeworfen, einen „instinktiven Sinn für Geld“ zu haben. Der 93-Jährige hatte israelischen Sportlern im Januar die Einreise verweigert. 

Malaysia ist kein sicheres Reiseland für Schwule und Lesben

Homosexualität ist in Malaysia nach wie vor strafbar, es drohen bis zu 20 Jahre Haft. Auch im aktuellen „Gay Travel Index 2019“ landet das Land weit hinten, auf Platz 17 der unsichersten Länder für LGBT-Reisende.