Germania-Pleite: Kunden bleiben auf Ticketkosten sitzen

Germania-Pleite: Keine Erstattung bei Übernahme

Selbst wenn sich für die insolvente Airline Germania ein neuer Investor finden sollte – der Insolvenzverwalter lässt Kunden wenig Hoffnung auf eine Erstattung ihrer Kosten. 260.000 Tickets sind betroffen.

Die Germania-Flugzeuge bleiben ab sofort am Boden.
Die Germania-Flugzeuge bleiben am Boden.

Foto: imago/Arnulf Hettrich

Noch besteht die Hoffnung, dass eine andere Airline die insolvente Germania kaufen könnte. Für die Kunden der Pleite-Airline wird das aber kaum einen Unterschied machen: Die Chancen sind gering, dass der Investor die Flüge komplett ersetzen würde.

Auch bei neuem Investor wohl keine Erstattung für Germania-Flüge

Das verrät der vorläufige Insolvenzverwalter von Germania, Rüdiger Wienber, „airliners.de“ zufolge in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur: „Dann würde der Investor gleich von Anfang an Verluste machen und wäre damit sicher überfordert.“

Möglicherweise könnte ein Investor den Kunden stattdessen in Form von Gutscheinen entgegenkommen. Das ist aber reine Spakulation: „Am Ende entscheidet das der Investor“, so Wienberg.

Pleite-Airline Germania wird betriebsbereit gehalten

Derzeit werden luftfahrtrechtliche Genehmigungen und Slots gesichert, um Germania betriebsbereit zu halten. Im Falle einer Übernahme könnte ein neuer Investor dann kurzfristig wieder starten.

Germania hatte Anfang Februar Insolvenz abgemeldet. Insgesamt 260.000 Tickets werden nicht erstattet, die Kunden bleiben auf den Kosten sitzen und müssen sich selbst neue Flüge organisieren, wenn sie die Reise nicht über einen Reiseveranstalter gebucht haben.

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