In so eine Situation will wirklich kein Kreuzfahrt-Passagier kommen: Aufgrund eines medizinischen Notfalls musste ein Passagier von P&O Cruises per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Die Krankenstation an Bord des Kreuzfahrtschiffes hätte den Mann nicht ausreichend versorgen können – der Mann hatte vermutlich einen Herzinfarkt erlitten.

Wie die U.S. Navy mitteilt, erreichte die Küstenwache am Sonntagabend gegen 21.45 Uhr ein Notruf von der „MV Arcadia“. Doch erst am frühen Sonntagmorgen konnte ein Team den Rettungsflug per Helikopter starten. Das Schiff musste zunächst so nah an die Insel Guam, die ein US-amerikanisches Außengebiet ist, dass es per Hubschrauber erreicht werden konnte. Die „Arcadia“ ist derzeit auf dem Weg von Papua-Neuguinea nach Japan.

Kreuzfahrt-Passagier von Navy mit Hubschrauber gerettet

Doch mit dem Eintreffen des Rettungsfliegers war die Aufregung noch nicht vorbei: Der Helikopter konnte auf dem Kreuzfahrtschiff nirgendwo landen. Mit der Hilfe der Kreuzfahrt-Crew musste der Patient an der Rettungswinde des Hubschraubers befestigt und in die Kabine gezogen werden. Dort wurde er von einem mitgeflogenen Arzt versorgt und in das Marinekrankenhaus in Guam geflogen.

„Diese Situation war einzigartig“, erklärte ein Navy-Sprecher der Zeitung „Stars and Stripes“. „Normalerweise landen wir bei Rettungsaktionen, diesmal mussten wir aber sehr hoch über dem Schiff schweben, weil es keine Möglichkeit zum Landen gab.“