Warum du auf Kreuzfahrt nicht krank werden solltest | reisereporter.de

Warum du auf Kreuzfahrt nicht krank werden willst

Auf einem Kreuzfahrtschiff plötzlich mit Norovirus oder anderen Krankheiten flach liegen – das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch ganz schön teuer werden. Der reisereporter verrät Fallstricke.

„Mein Schiff 6“ von Tui Cruises hat eine mit der modernsten Notfallmedizin eingerichtete Krankenstation mit intensivmedizinischer Versorgung.
Die Krankenstation der „Mein Schiff 6“ ist sogar für Intensivmedizin eingerichtet.

Foto: imago/Oliver Willikonsky

Die gute Nachricht zuerst: Auf jedem Kreuzfahrtschiff gibt es ein Bordhospital, wo sich Ärzte und Krankenschwestern um dein gesundheitliches Wohl sorgen können – allerdings nur in begrenztem Umfang. Was du bei Krankheitsfällen auf Kreuzfahrten wissen musst:

Weil die Kosten für medizinische Behandlungen nicht von deutschen Krankenversicherungen übernommen werden, sollten Kreuzfahrt-Passagiere auf jeden Fall private Auslandskrankenversicherungen abschließen.

Leistungen von Schiffsärzten sind nicht im Reisepreis inklusive und fallen nicht in den Reisevertrag mit der Reederei. Die Kosten werden auf die Bordrechnung gebucht und können nicht über die Krankenkassenkarte abgerechnet werden. Mithilfe einer Hospitalrechnung kannst du die Kosten nach der Reise bei der Reisekrankenversicherung einreichen. 

Krank auf Kreuzfahrt: Haben Passagiere Anspruch auf Entschädigung?

Seekrankheit, Magen-Darm-Erkrankungen, Virusinfektionen oder Salmonellen – in den meisten Fällen haben Passagiere keinen Anspruch auf Preisminderung oder Schadensersatz von der Reederei. Darüber informiert die Würzburger Tabelle, die Rechtsfälle aus dem Kreuzfahrtbereich bündelt. 

Ausnahme: Die Erkrankung lässt sich auf die Zustände auf dem Kreuzfahrtschiff zurückführen. Wenn beispielsweise kontaminierte Speisen und Getränke oder mangelnde Hygiene eine Salmonellenerkrankung oder eine Infektion mit dem Norovirus ausgelöst haben, haben Passagiere Anspruch auf Reisepreisminderung und Schmerzensgeld.

So sind Kreuzfahrtschiffe von Aida für Krankheiten gewappnet

An Bord der Aida-Schiffe findest du ein Hospital mit Ärzten und Krankenschwestern. Das medizinische Angebot uimfasst die Sauerstoffversorgung für akute medizinische Notfälle, Erstellung eines kleinen Blutbildes, Verbandswechsel und Wundversorgung, ausgewählte Medikamente wie Kortison und Bauchfelldialyse.

Bei sogenannten Risikofällen können kranke Passagiere im nächsten Hafen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Kosten trägt allerdings – wie für die Behandlung im Bordhospital – der Patient.

Außerdem kooperiert Aida seit 2016 mit dem medizinischen Institut der Universität Rostock. Ultraschall- und Röntgenaufnahmen werden zur Analyse an die dortigen Mediziner geschickt.

Tui Cruises: Diese Behandlungen bekommen kranke Passagiere 

Die Ausstattung des Bordhospitals auf der „Mein Schiff“-Flotte von Tui Cruises ist vergleichbar mit Notfallambulanzen in deutschen Krankenhäusern. Passagiere können dort ambulant und stationär behandelt werden.

Aber: Babys und Kleinkinder können nur begrenzt medizinisch versorgt werden. Dialysen und Zahnbehandlungen sind auf den Kreuzfahrtschiffen nicht möglich.

Die Bordaphotheke ist nur mit Medikamenten für allgemeine Erkrankungen und die Erstbehandlung bei Notfällen ausgestattet. Im Notfall werden Passagiere ausgeschifft, die Kosten dafür tragen die Patienten. Zuletst ist das zum Beispiel auf der Premierenfahrt der „Mein Schiff Herz“ vorgekommen.

Wenn du dich genauer belesen willst: Über die ärztliche Betreuung an Bord informieren die jeweiligen Geschäftsbedingungen von Tui Cruises beziehungsweise Aida.

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