Die Mutter ließ ihre Tochter sowie den 13-jährigen Sohn nur kurz am Gate des Airports Portland allein, um sich einen Kaffee zu holen. Als sie zurückkam der Schock: „Überall war Blut“, sagte die Mutter dem lokalen Fernsehsender „Kapp-Kvew“. Was war passiert?

Das Mädchen hatte einen Hund gestreichelt – angeblich war es der Begleithund einer anderen Passagierin. Diese habe der Fünfjährigen erlaubt, ihren Pitbull anzufassen. Doch dann biss der Hund dem Kind plötzlich ins Gesicht. Der Tränenkanal des Mädchens war zerstört, die Lippe zerrissen, auch Sehnen und Knochen waren verletzt. 

Mädchen vor Alaska-Airlines-Flug von Begleithund verletzt

Die Mutter verklagte Alaska Airlines, den Flughafen Portland und die Hundebesitzerin. Nach zwei Jahren wurde jetzt das Urteil gesprochen – alle drei Angeklagten wurden für schuldig befunden.

Die Hundebesitzerin habe das mittlerweile siebenjährige Kind bewusst einer Gefahr ausgesetzt. Und bei dem Pitbull handelte es sich auch nicht, wie sie immer behauptet hatte, um einen emotionalen Begleithund.

Die Airline wiederum hätte dafür Sorge tragen müssen, dass der Hund nicht in der Kabine mitflog, sondern in einem Käfig im Frachtraum. So schreibt es Alaska Airlines auch in den Beförderungbestimmungen für bestimmte Hunderassen.

Auch der Flughafen Portland trägt nach Ansicht des Gerichts eine Mitschuld. Der Hund hätte in einem Käfig transportiert werden müssen, so sahen es die damaligen Bestimmungen vor.

Die Familie erhält insgesamt 1,1 Millionen Dollar, umgerechnet knapp 966.000 Euro, Schmerzensgeld. Die Siebenjährige habe bis heute ein folgenschweres Trauma, ihr Gesicht sei vernarbt und sie müsse sich weiteren Operationen unterziehen.