Am Düsseldorf Airport müssen Passagiere an diesem Freitag mit erheblichen Einschränkungenrechnen, 42 der 634 geplanten Flüge sind gestrichen worden.

Teile des Sicherheitsbereichs mussten gegen 7 Uhr geräumt werden, weil es eine Vermischung von kontrollierten und nicht-kontrollierten Reisenden aus dem Nicht-Schengen-Raum gab. Das teilte der Flughafen über Twitter mit. 

Vermutlich habe eine Gruppe Reisender eine alarmgesicherte Türe zum Sicherheitsbereich per Nottaster geöffnet.

Passagiere umgehen Sicherheitskontrolle am Flughafen Düsseldorf

Panne in der Sicherheitskontrolle löst Chaos am Flughafen Düsseldorf aus

Die Folge: Chaos und lange Wartezeiten. Die Flugsteige wurden geräumt. Passagiere, die bereits im Flugzeug saßen, mussten wieder aussteigen. Die geplanten Starts wurden verschoben.

Sämtliche Passagiere müssen die Sicherheitskontrolle erneut durchlaufen – auch diejenigen, die bereits im Flugzeug gesessen haben. Betroffen von der Maßnahme seien rund 6.500 Fluggäste, teilte der Airport mit. 

Auch für ankommende Passagiere kommt es zu Verspätungen. Ein Mann hat sich auf Twitter darüber beschwert, dass er nicht aus dem Flugzeug dürfe. 

Gegen 9 Uhr wurde der Betrieb an allen drei Flugsteigen wieder aufgenommen. Allerdings bildeten sich lange Schlangen – da sämtliche Passagiere die Sicherheitskontrolle nun erneut durchlaufen müssen. Auch diejenigen, die bereits in ihren Maschinen saßen.

Chaos am Flughafen Düsseldorf: Bekommen Passagiere Geld zurück?

Betroffene Passagiere sollen sich an ihre Airline wenden. Wenn der Flug mehr als fünf Stunden verspätet ist oder ausfällt, können Passagiere den Ticketpreis zurückfordern. Bei einer Annullierung können sie außerdem auf eine alternative Beförderung, sprich Umbuchung oder Zugfahrt, bestehen.

Auf Entschädigungen können die Passagiere aber nicht hoffen. Grundsätzlich haben Passagiere entsprechend der EU-Fluggastrechte-Verordnung zwar bei einem Ausfall des Fluges oder bei Verspätungen von mehr als drei Stunden ein Recht auf eine Entschädigungszahlung von der Airline – je nach Flugstrecke liegt der Betrag zwischen 250 und 600 Euro pro Person.

Aber: Es kommt auf die Ursache für den Ausfall an. Außergewöhnliche Umstände sind davon ausgenommen. Das bedeutet: Fälle von höherer Gewalt schließen eine finanzielle Entschädigung des Reisenden aus – so wie in diesem Fall.