„Das müsst ihr gesehen haben“, schwärmt die 103-jährige Rosy aus Illinois ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln seit Jahren vor. Im Jahr 1985 besuchte die Seniorin gemeinsam mit ihrem Mann Ralph den Grand-Canyon-Nationalpark – zum ersten und zum letzten Mal. Ralph ist mittlerweile verstorben.

Ein Foto erinnert an den gemeinsamen Ausflug, und Rosys Begeisterung ist auch auf den Rest der Familie übergesprungen. Eine Enkeltochter arbeitet etwa als Rangerin im Grand-Canyon-Nationalpark. Und nun wurde auch der 103-Jährigen ein absoluter Herzenswunsch erfüllt.

Rosy und Ralph verband die Liebe zum Reisen. 1985 besuchten sie gemeinsam den Grand Canyon.

Traum wird wahr: 103-jährige Rosy besucht Grand Canyon

Rosys Tochter Cheri überraschte ihre Mutter im Januar mit einem Ausflug zum Grand Canyon und dem Besuch der Enkelin – knapp 2.700 Kilometer ging es von Illinois nach Arizona.

Solch eine lange Strecke ist nichts Neues für Rosy. Im Interview mit dem „Guardian“ erzählt sie, wie leidenschaftlich gern ihr Mann Ralph und sie verreisten: „Wir haben Urlaub gemacht, um die Welt zu sehen. Wir hatten ein wundervolles Leben.“ Cheri wollte ihrer Mutter dieses schöne Gefühl zurückgeben.

Gemeinsam gingen sie an den Ort, an dem sich die Seniorin in den Nationalpark verliebt hatte. Warm eingepackt fuhr die 103-Jährige im Rollstuhl zum Aussichtspunkt des Wanderwegs South Rim. Ein emotionaler Moment, den die Familie in Fotos festhielt:

Rosy wird älteste Junior-Rangerin im Grand-Canyon-Nationalpark

Die größte Überraschung kam aber noch: Rosy wurde zur Park-Rangerin ernannt– sie ist die älteste Junior-Rangerin im Grand-Canyon-Nationalpark, die es jemals gab. Und, Fun-Fact: Sie ist sogar drei Jahre älter als der Park selbst. Der feiert 2019 sein 100-jähriges Bestehen.

Das Ganze passierte spontan, als die 18-fache Uroma den Büchershop des Parks besuchte und dort mehr über das Junior-Ranger-Programm erfuhr. 

Rosy musste für den offiziellen Titel übrigens keine richtige Prüfung ablegen, sondern eine spezielle Aufgabe lösen. Je nach Alter gehört dazu das Schreiben von Gedichten oder das Notieren von Beobachtungen.

Welche Aufgaben kommen nun auf Rosy zu? Sie soll das tun, was sie schon immer getan hat – den Jüngeren von der Schönheit und der Bedeutung des Grand Canyons erzählen. „Sie trägt immer ihr Ranger-Abzeichen“, sagte ihre Tochter Cheri.