Derzeit dürfen keine Flugzeuge über Pakistan fliegen. Aufgrund des schwelenden Kaschmir-Konflikts gab die pakistanische Luftfahrtbehörde am Mittwoch bekannt, dass der Luftraum über dem Land gesperrt ist.

Tausende Passagiere von Thai Airways in Bangkok gestrandet

Besonders spürbar ist die Sperrung für Thailand-Urlauber: Thai Airways hat in der Nacht zu Donnerstag alle Flüge von Bangkok nach Europa gestrichen.

30 Flüge wurden abgesagt, drei mussten in der Luft kehrtmachen und nach Bangkok zurückfliegen, berichtet das Portal „20 Minuten“. Tausende Urlauber saßen und sitzen am Flughafen in Bangkok fest. 

Mittlerweile hat die Airline ihren Betrieb wiederaufgenommen. Die Flugrouten werden so geändert, dass sie nicht durch den pakistanischen Luftraum führen.

Aber: Die Flüge nach Europa sind komplett ausgebucht. Noch immer wissen rund 4.000 Passagiere nicht, wie sie nach Hause kommen sollen.

Bangkok: Passagiere müssen auf Flughafen-Boden schlafen

Eine Twitter-Nutzerin schrieb: „Meine Eltern stecken seit gestern am Flughafen in Bangkok fest und mussten auf dem Boden schlafen. Das ist inakzeptabel… Nach mehr als 30 Stunden wissen sie nicht, wann sie zurück nach Brüssel fliegen.“ 

Auf Facebook gab Thai Airways bekannt, unter anderem die für heute geplanten Flüge von Bangkok nach Frankfurt, München, Wien und Zürich durchzuführen. Ob die Passagiere ein Recht auf Entschädigung und andere Leistungen haben, erklärt der reisereporter in diesem Service-Stück zu den Auswirkungen des Kaschmir-Konflikts für Urlauber.

Kaschmir-Konflikt: Flüge von Austrian, Swiss und Lufthansa nach Thailand brauchen länger

Wie lange die Sperrung des Luftraumes noch dauert, ist unklar. Der Konflikt zwischen Indern und Pakistanern in der Grenzregion ist Mitte Februar neu entbrannt, nachdem bei einem Anschlag im indischen Teil Kaschmirs 40 Polizisten getötet wurden. Die pakistanische Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed hatte den Anschlag für sich reklamiert.

Auch andere Airlines mussten ihre Flugrouten anpassen. Die Folge: Längere Flugzeiten und Zwischenstopps zum Tanken. Unter anderem sind Flüge von Austrian Airlines, Swiss und Lufthansa betroffen, so „Aerotelegraph“. 

Ein Lufthansa-Sprecher sagte gegenüber dem Branchenmagazin, die Fluggesellschaft müsse Verbindungen nach Delhi, Bangkok und Singapur umplanen. Zur Anzahl der betroffenen Flüge wollte er sich nicht äußern.