Münzen werfen soll Glück bringen – aber definitiv nicht am Flughafen in eine Turbine. Auch nicht, wenn das Flugzeug zu einer Fluggesellschaft namens Lucky Air gehört. 

Kurz bevor eine Maschine der chinesischen Airline nach Kunming starten sollte, sahen Flughafen-Mitarbeiter in Anqing am Triebwerk etwas glänzen. Es stellte sich heraus: Dabei handelte es sich um Geld – chinesische Yuan-Münzen!

Dieser Fund war allerdings kein Grund zur Freude – denn die Münzen hätten das Leben der Crew und der 162 Passagiere gefährden können.

Mitarbeiter finden Münzen vor Triebwerk einer Lucky-Air-Maschine

Wenn der Motor die Münzen aufgesogen hätte, wäre das eine ernsthafte Gefahr für alle gewesen. Denn metallische Fremdkörper können die Turbinen blockieren und im schlimmsten Fall zum Absturz führen, erklärt Professor Ouyang Jie in der lokalen Zeitung „China Daily“.

Der Start wurde daher gestoppt. Die Crew-Mitglieder befragten alle Passagiere – ein Mann stellte sich. Er habe die Münzen aus Aberglaube beim Boarding ins Triebwerk geschmissen: „Ich dachte, es würde Glück bringen“, sagte er nach einem Bericht des „Independent“. 

Aberglaube gefährdet Menschenleben – und kostet eine Menge Geld

Der naive Aberglaube des Mannes wurde bestraft: Nach seinem Geständnis wurde der Mann abgeführt und für sieben Tage in Untersuchungshaft gesteckt.

Und seine zwei Yuan-Münzen, die übrigens gerade einmal umgerechnet 26 Cent wert sind, kamen ihn wirklich teuer zu stehen. Denn Lucky Air cancelte den Flug schließlich – die 162 Passagiere konnten erst am nächsten Tag nach Kunming fliegen.

Dieser Ausfall kostete die Airline 140.000 Yuan, umgerechnet rund 18.400 Euro. Der Mann wird nun von der Fluggesellschaft verklagt.