Kreta: Schweres Unwetter wütet auf griechischer Urlaubsinsel

Schweres Unwetter verwüstet Urlaubsinsel Kreta

Straßen wurden überflutet, mehrere Brücken stürzten ein, es gab Erdrutsche: Die beliebte greichische Urlaubsinsel Kreta ist von heftigen Unwettern getroffen worden. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Das heftige Unwetter auf Kreta sorgte dafür, dass mehrere Brücken einstürzten.
Das heftige Unwetter auf Kreta sorgte dafür, dass mehrere Brücken einstürzten.

Foto: twitter.com/Atsalakis Michalis

„Es sieht so aus, als wären wir bombadiert worden“ – mit diesen Worten beschreibt der Bürgermeister des bei Touristen beliebten Küstenortes Platanias, Ioannis Malandrakis, die Auswirkungen des schweren Unwetters, das die Insel Kreta getroffen hat. 

Sturm und starker Regen haben schwere Verwüstungen angerichtet, am stärksten betroffen ist die Region rund um die Stadt Chania, dort wurde der Notstand ausgerufen.

Unwetter auf Kreta: Brücken stürzen ein

Die Wassermassen zerstörten zehn Brücken auf der griechischen Insel. Ein Video zeigt, wie eine jahrhundertealte Brücke aufgrund des steigenden Wasserpegels zusammenstürzt. Einige Häuser wurden evakuiert, in einigen Orten fiel der Strom aus. 

Ein Toter durch Unwetter auf Kreta

Die Feuerwehr entdeckte heute die Leiche eines 61-jährigen Hirten, der seit gestern vermisst worden war. Er sei von einem Hochwasser führenden Bach erfasst worden, berichtete das Staatsradio „ERT“. 

Es ist der fünfte Tote innerhalb weniger Tage: Vergangene Woche waren bei einem ähnlichen Sturm vier Menschen auf Kreta gestorben. „Es hat sechs Tage lang ununterbrochen geregnet, es war ein Sturm, nicht nur Regen, es ist eine unfassbare Wassermenge“, sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur „Reuters“.  

Das Militär soll nun provisorische Brücken bauen, damit der Verkehr notdürftig wiederhergestellt werden kann, das teilte der Zivilschutz mit. 

Rund ums Mittelmeer und auch in Griechenland kommt es in diesem Winter immer wieder zu Stürmen mit Hagel, starken Winden und heftigen Regenschauern. Meteorologen sehen dieses Phänomen in einem Hoch über Mitteleuropa begründet, das die Stürme nach Südeuropa abdränge.

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