Irres Wetter-Phänomen: Eis-Tsunami trifft Nordamerika!

Irres Wetter-Phänomen: Eis-Tsunami trifft Nordamerika!

Die Eiswand war bis zu sieben Meter hoch! Ein Eis-Tsunami hat am Eriesee im Norden der USA und in Kanada sowie in der Nähe der Niagara-Fälle für Aufregung gesorgt. Der reisereporter zeigt die Fotos.

Die Eisberge türmten sich bis zu sieben Meter hoch.
Die Eisberge türmten sich bis zu sieben Meter hoch.

Foto: twitter.com/Cody Law

Es sind spektakuläre Bilder aus Nordamerika: Große Eisbrocken schieben sich auf das Festland und begraben Straßen und Parkplätze unter sich.

Die wochenlange extreme Kälte hat dazu geführt, dass viele Seen und Flüsse zugefroren sind – teilweise sanken die Temperaturen auf bis minus 40 Grad. Ein Sturm am Wochenende verursachte dann das seltene Naturspektakel.

Eis-Tsunami in Kanada und den USA

Der größte Energieerzeuger Amerikas, NY Power Authority, erklärte den Tsunami so: Die starken Windböen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde erzeugten so starke Wellen, dass sich diese zeitweise überlagerten und zu einer einzigen großen Welle heranwuchsen.

Starker Wellengang auf dem See führten zu Eis-Tsunami

Und diese sogenannte stehende Welle ließ den Wasserstand des Eriesees sowie des Niagara-Flusses so enorm ansteigen, dass die Eisbrocken an mehreren Stellen über das Ufer gespült wurden.

Der Eriesee – mit 388 Kilometern Länge und bis zu 92 Kilometern Breite der viertgrößte See Nordamerikas – erstreckt sich bis zu den Niagara-Fällen. 

Dort twitterte die örtliche Polizei spektakuläre Aufnahmen aus den Niagara Parks: Das Eis türmte sich so hoch auf, dass die Schutzmauer am See komplett begraben wurde. Die Eismassen schoben sich dann ungehindert auf die Straßen. Die Polizei riet dazu, die anliegende Allee zu schließen.

Doch einige Menschen wagten sich tatsächlich mit ihren Autos auf die Straßen. David Piano twittert: „Das war mit das Verrückteste, was ich jemals gesehen habe.“

Freiwillige Evakuierung im Bundestaat New York

Die Eishaufen sollen mancherorts bis zu sieben Meter hoch gewesen sein, berichtet „Fox News“.

Die Stadt Hamburg im Bundestaat New York bot deshalb den Bürgern an, Teile des Ortes freiwillig zu evakuieren. Das gab die Stadt in einem Facebook-Post bekannt.

Eine Luftaufnahme zeigt den Eis-Tsunami in Hamburg von oben – das Foto erinnert an Landschaften auf Island oder Grönland.

Sturm bringt nicht nur Eis-Tsunami 

Nicht nur die Eismassen sorgten am Wochenende für Chaos: Beschädigte Oberleitungen führten zu Stromausfällen, umgestürzte Bäume versperrten Straßen und beschädigten Häuser. Ab heute soll sich das Wetter aber wieder beruhigen, meldete der nationale Wetterdienst.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Das könnte dich auch interessieren
Zur
Startseite