„The Beach“ in Thailand erholt sich – Maya Bay noch immer gesperrt

„The Beach“ erholt sich langsam – und bleibt gesperrt

Die Maya-Bucht auf Ko Phi Phi Leh – bekannt aus dem Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio – ist seit acht Monaten geschlossen. Seitdem durfte kein Tourist den Strand betreten. Nun gibt es erste Erfolge.

Blick auf das türkis-grüne Wasser in der Maya-Bucht.
Das fragile Ökosystem der Maya Bay erholt sich vom Ansturm der Touristenmassen. (Symbolfoto)

Foto: imago/Panthermedia

Bis zu 3.500 Touristen am Tag zerstörten die vielleicht schönste Bucht der Welt: Hunderte Boote verpesteten das Meer mit Öl, Touristen ließen ihren Abfall am Strand zurück, Tiere wurden vertrieben und die vorgelagerten Korallenriffe nachhaltig beschädigt. 

Im Juni 2018 beschloss die Regierung von Thailand, den Traumstrand für unbestimmte Zeit zu schließen. Normalerweise passiert das jedes Jahr für vier Monate von Juni bis Oktober – um das einzigartige Ökosystem zu retten, reichte das allerdings nicht aus.

Maya-Bay auf Ko Phi Phi Leh von Touristen überrannt.
Erholung sieht anders aus: Vor der Schließung im Juni 2018 belagerten bis zu 3.500 Menschen am Tag den weltberühmten Traumstrand. (Symbolfoto) Foto: unsplash.com/Humphrey Muleba

„The Beach“ erholt sich von Tourimassen

Acht Monate lang durfte kein Tourist mehr den Strand betreten: Die Ausflugsboote wurden 300 Meter vor der Bucht gestoppt. Von dort aus konnten Urlauber die Bucht fotografieren. Dem Nachrichtensender „BBC“ wurde nun exklusiv gestattet, die Bucht zu besuchen – und die Reporter haben gute Nachrichten.

Das absolute Touri-Verbot war goldrichtig: Die Bucht erholt sich langsam vom Overtourism. Der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat, der seit 40 Jahren die Maya-Bucht erforscht, ist mehr als glücklich über die ersten positiven Entwicklungen: Die Korallenriffe wachsen langsam wieder nach – nachdem rund 90 Prozent davon unter anderem durch das Anfassen der Besucher beschädigt worden waren. 

Haie in der Maya Bay aus „The Beach“ gesichtet

Statt Menschen gibt es mittlerweile wieder tierischen Besuch: 50 bis 60 Schwarzspitzenriffhaie tummeln sich in der Bucht. „Die coolsten Kreaturen im Meer“, wie der Biologe Thon findet. Einige von ihnen sollen sogar die Bucht als Geburtsstätte für ihre Babys auserkoren haben. 

Traumstrand auf Ko Phi Phi Leh bleibt weiterhin geschlossen

Auch wenn das wirklich erfreuliche Nachrichten sind, gibt die thailändische Regierung den Strand noch immer nicht für den Tourismus frei. Es müsse erst festgestellt werden, wie viele Besucher die Bucht tatsächlich aushält. Seit dem Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio im Jahr 2000 mutierte die versteckte Traumbucht zu einem der Touri-Hotspots Thailands.

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