Virgin Atlantic: Flugzeug schafft die Überschallgeschwindigkeit

Flugzeug erreicht Tempo 1.290 – Rekord-Geschwindigkeit

Eine Maschine von Virgin Atlantic hat den Rekord gebrochen: Mit 1.290 Kilometern pro Stunde erreichte der Dreamliner auf einem Flug nach London Überschallgeschwindigkeit – allerdings ganz unabsichtlich.

Virgin-Atlantic-Maschine in der Luft.
Rekordverdächtig war die Fluggeschwindigkeit einer Virgin-Atlantic-Maschine. (Symbolfoto)

Foto: imago/Rüdiger Wölk

„Schneller, als der Schall erlaubt“ – das trifft auf den Rekord-Flug dieser Boeing 787 von Los Angeles nach London zu. Als der Flieger am Montag über den US-Bundesstaat Pennsylvania flog, bekam die Maschine in knapp 10.000 Metern Höhe einen plötzlichen und extremen Anschub.

Virgin Atlantic bricht Rekord unabsichtlich

Der Jet-Pilot Peter James twitterte in diesem Moment ganz aufgeregt, dass die Boeing fast 800 Meilen, also etwa 1.287 Kilometer pro Stunde fliegen würde. So einen starken Rückenwind habe er in seiner Zeit als Berufspilot noch nie erlebt.

Normalerweise schafft der Dreamliner „nur“ ein Tempo von 1.050 Kilometern pro Stunde. Wie konnte die Maschine also so schnell werden?

Grund sind die derzeit starken Jetwinde in den USA: Der Rückenwind, den der Jet-Pilot in seinem Tweet erwähnt, betrug zum Zeitpunkt des Rekords rund 322 Kilometer pro Stunde. Und dieser sogenannte Jetstream sorgte für den starken Antrieb der Virgin-Atlantic-Maschine.

Jetstream sorgt für Rekordgeschwindigkeit

Der Windstrom ist ganz natürlich und tritt zwischen verschiedenen Temperaturzonen beziehungsweise Hoch- und Tiefdruckgebieten auf. Davon merkst du, wenn du gerade nicht im Flieger sitzt, nichts.

Flieger erreicht London fast 50 Minuten eher als geplant

Mit dem Antrieb der Jetwinde landeten die Passagiere 48 Minuten eher am Zielflughafen in London als geplant. Obwohl die 1.289 Kilometer pro Stunde über der Schallgrenze liegen, hörten die Einwohner Pennsylvanias keinen Knall.

Warum war das so? Die Antwort: Auch wenn die Geschwindigkeit über dem Grund so extrem hoch war, lag die tatsächliche Fluggeschwindigkeit tiefer, erklärt das Magazin „Aerotelegraph“. Die Maschine war in die sie umgebende, sich extrem schnell bewegende Luft eingebettet.

Einfaches Beispiel, um dieses Bild besser zu verstehen: Rollbänder am Airport. Wenn du darauf läufst und in deinem normalen Tempo weitergehst, bist du deutlich schneller – auch wenn sich deine eigene Schrittfrequenz gar nicht verändert.

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