Normale Touristen dürfen das Mount-Everest-Base-Camp in Tibet nicht mehr besuchen. Mit dieser Entscheidung hat das nationale Naturreservat Mount Everest die Reißleine gezogen. 

Mit einer Fläche fast so groß wie Baden-Württemberg umfasst das Reservat eines der fragilsten Ökosysteme der Welt. Bereits im vergangenen Jahr wurden bei großen Säuberungsaktionen rund um den Mount Everest unfassbare 300 Tonnen Müll gesammelt – darunter Lebensmittelreste, Verpackungen und Fäkalien. Das berichtet „Sky News“.

Müll, Kot und Leichen – auf dem Mount Everest wird aufgeräumt

In diesem Jahr soll weiter aufgeräumt werden. Und zum ersten Mal überhaupt sollen Bergsteiger-Opfer auf mehr als 8.000 Metern Höhe geborgen werden.

Deshalb dürfen Touristen nicht mehr oberhalb des Klosters Rongpo auf rund 5.000 Metern Höhe wandern. Etwa zwei Kilometer vor dem eigentlichen Basislager wird für Touristen ein provisorisches Zeltlager aufgestellt.

„Auch von dort haben Touristen einen guten Blick auf den mehr als 8.800 Meter hohen Berg“, sagte ein Sprecher des Reservats gegenüber „Xinhuanet“.

Reisende mit einer Genehmigung fürs Klettern dürfen dies aber auch weiterhin oberhalb dieser Grenze und mit dem Basislager als Ausgangspunkt tun. Die Besucherzahl im Camp ist aber auf maximal 300 beschrenkt.