Es sollte ein normaler Wandertrip in den Zion-Nationalpark werden – doch der hat sich am Samstag für zwei Freunde in einen echten Albtraum verwandelt. Ryan O. und seine Freundin Jessika M. waren bei Schnee und Kälte auf einem Wanderweg des Parks unterwegs, als Ryan plötzlich in Treibsand versank. 

Sein rechtes Bein steckte bis zur Hüfte in dem weichen Untergrund fest. Und egal, wie sehr die beiden Urlauber sich anstrengten – sie konnten Ryan nicht befreien. 

Zion-Nationalpark: Mann steckt neun Stunden lang in Treibsand fest

Drei Stunden musste Jessika wandern, bis ihr Handy wieder Empfang hatte und sie einen Notruf tätigen konnte. Ryan blieb mit warmer Kleidung zurück. Weil sie selbst von der Wanderung völlig unterkühlt war, kümmerten sich die Ranger auch um Jessika. Das teilte der US-amerikansiche Nationalpark-Service mit.

Neun Stunden lang steckte Ryan im Treibsand, bis er spät am Abend endlich gerettet werden konnte. Zwei Stunden hatten die Ranger versucht, sein Bein zu befreien. Ryan hatte eine Unterkühlung und einige Verletzungen, ansonsten war sein Gesundheitszustand aber stabil. 

Verletzter Wanderer kann wegen starken Schneefalls nicht ins Krankenhaus

Trotzdem war das Drama hier nicht beendet: Ryan konnte noch nicht ins Krankenhaus geflogen werden. Starker Schneefall hatte die Sicht so eingeschränkt, dass er die Nacht im Nationalpark verbringen musste. 

Die Ranger blieben die ganze Zeit bei dem unterkühlten Wanderer. Sie versuchten, ihn zu wärmen und sein Bein zu versorgen – bei eisiger Kälte und vier Zentimetern Neuschnee. Sein rechtes Bein konnte Ryan die ganze Zeit über nicht spüren. Erst am nächsten Nachmittag wurde der 34-Jährige zu einem bereitstehenden Krankenwagen geflogen.

In einem Interview schildert er sein Erlebnis: 

Die Stelle, in der er versunken ist, habe sich auf den ersten Blick nicht von anderen matschigen Passagen der Wanderung unterschieden. Dort seien sie nur mit den Schuhen eingesunken und hätten diese leicht wieder aus dem Matsch ziehen können.

Als er sein Bein aber nicht mehr aus dem Treibsand befreien konnte, wusste Ryan sofort: „Scheiße, ich bin in Schwierigkeiten.“ Seine Lektion: „Ich werde definitiv nicht wieder im Winter wandern.“

Zion-Nationalpark: Wandern im Winter unberechenbar

Der Nationalpark-Service warnt davor, im Winter im Zion-Nationalpark wandern zu gehen. Einfache Routen könnten bei winterlicher Witterung schwierig, anstreckende sogar tückisch werden. Dafür sorgen Kälte, kürzere Tage, Schnee und Eis.