Gestrandet nach einem Städtetrip in Prag: Steve Vincent wollte am Dienstag den Rückflug mit KLM von Tschechien zurück nach Newcastle nehmen. Er ging zur Sicherheitskontrolle, blickte in den Reisepass und stellte mit Schrecken fest: Das ist nicht seiner.

Sein Reisebegleiter Allan Poole war bereits am Sonntag zurück nach England geflogen – und packte vorher versehentlich den falschen Pass ein. Beide vemuten, dass der Fehler schon beim Einchecken ins Hotel passierte. 

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Falscher Reisepass: Verwechslung fällt zu spät auf

Allan bemerkte den fatalen Fehler leider auch erst, als er zu Hause in Whitley Bay bei Newcastle ankam. Das schreibt er selbst auf Twitter. Währenddessen lässt Steve in dem sozialen Netzwerk seinen Frust raus. Denn er steckt seit Dienstag am Prager Flughafen fest. 

Er schreibt: „Hey KLM, ihr habt meinen Freund mit meinem Reisepass von Prag nach Newcastle fliegen lassen (nachdem wir die versehentlicht vertauscht hatten). Ihr hättet ihn nicht ins Flugzeug lassen dürfen. Ich bin in Prag gefangen. Was werdet ihr tun?“

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KLM und Sicherheitsbeamten lassen Passagier mit falschem Reisepass fliegen

Mehr als den Wohnort Whitley Bay hat Steve mit seinem Kumpel Allan nicht gemeinsam – auf ihren Twitter-Profilfotos sehen sie einander zwar etwas ähnlich, aber nicht zum Verwechseln. Trotzdem konnte Allan ungehindert von Prag über Amsterdam nach Newcastle reisen.

Bedeutet im Klartext: Mindestens viermal wurde Allan kontrolliert – und weder dem Flughafenpersonal noch der Airline fiel der falsche Reisepass auf.

Allan sagte dem „Independent“, dass der Fehler doch hätte auffallen müssen, als das Scannen seines elektronischen Reisepasses am Flughafen Amsterdam Schiphol beim Boarding nicht klappte. Falsch gedacht: Er sei einfach so durchgewinkt worden. Wie kann das sein?

Flughafen Amsterdam verantwortlich

Auf eine entsprechende reisereporter-Nachfrage gibt KLM keine Antwort. Die Airline schreibt nur, dass Allan alle Sicherheitskontrollen durchlaufen hätte. Und weiter: „Dies war ein bedauerlicher Vorfall, aber eine Ausnahme.“

Der Flughafen in Prag weist in einem Statement die Schuld von sich, da Allan innerhalb der Schengen-Zone reiste und Passkontrollen laut Abkommen nicht erforderlich sind. Verantwortlich sei demnach der Amsterdamer Flughafen Schiphol, da Allan von dort aus nach Englang flog und damit den Schengen-Raum verließ. Dieser will auf Nachfrage den konkreten Fall nicht kommentieren. Sie verpflichten aber dazu:„Wenn Fehler passieren müssen diese rechtzeitig erkannt und behoben werden.“

Brite nach zwei Tagen Warterei wieder zuhause 

Steve musste zwei Tage lang auf das Notfallreisedokument der britischen Botschaft in Prag warten, bevor er ausreisen durfte. Das kostet 100 Pfund, also rund 114 Euro. Mittwochabend flog er tatsächlich wieder zurück nach Newcastle und bedankte sich auf Twitter ganz ironisch bei der Airline KLM für den ganzen Ärger.