Die dramatischen Vorfälle bei Lion Air häufen sich. Der neueste Unfall passierte auf dem indonesischen Pontianak Airport: Dort schoss eine Boeing 737-800 bei der Landung knapp 67 Meter über die Landebahn hinaus. 

Die Maschine musste nach dem einstündigen Flug JT714 von Jakarta auf die Insel Borneo bei Regen und schlechter Sicht landen. Ein Passagier filmte die Bruchlandung am Sonntag und veröffentlichte das Video auf Youtube:

Es zeigt, dass der Jet erst relativ spät auf der Landebahn aufsetzt und dann lange braucht, bis er bremst. Das Flugzeug kommt erst auf der Wiese hinter der Piste zum Stehen, dort knickt das vordere Fahrwerk ein und bleibt stecken. Das berichtet der „Aviation Herald“.

Die Maschine wurde evakuiert, die 182 Passagiere und sieben Crew-Mitglieder verließen sie über die Notausgänge in Höhe der Tragflächen und Notrutschen. Glücklicherweise wurde bei der Bruchlandung niemand verletzt.  

Der zweite schwere Unfall innerhalb weniger Monate 

Die Billig-Airline Lion Air gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Erst im Oktober 2018 war eine neue Boeing 737-800 elf Minuten nach dem Start ins Meer gestürzt. Niemand der 188 Menschen an Bord überlebte.

Lion Air wurde erst im Jahr 2000 gegründet, doch seither gab es schon 14 schwere Zwischenfälle und acht Totalverluste von Flugzeugen. Damit gehört die Airline zu den Schlusslichtern in der Datenbank des Flugsicherheitsbüros Jacdec in Hamburg.