Wirklich spektakulär: Am Sonntag gab das Palastmuseum Peking überraschend bekannt, dass die Verbotene Stadt anlässlich des chinesischen Laternenfests am 19. und 20. Februar auch nachts geöffnet sein wird. Die Besucher erwartet dort anlässlich der Feierlichkeiten eine einzigartige Lichtshow. 

Eigentlich dürfen Touristen die Verbotene Stadt in Peking nur tagsüber besuchen. An zwei Abendenden macht die Stadt aber eine Ausnahme – zum ersten Mal seit 94 Jahren.

Verbotene Stadt bei Nacht: Website brach zusammen

Für das besondere Ereignis konnten Besucher online kostenlose Tickets reservieren. Allerdings brach die Website des Palastmuseums von Peking, das in der Verbotenen Stadt liegt, aufgrund der hohen Nachfrage zusammen. Die Tickets waren einen Tag nach der Ankündigung, am Montagmorgen, binnen weniger Stunden restlos ausverkauft. 

Erste Fotos von der beleuchteten Verbotenen Stadt bei Nacht

An einem Tag dürfen maximal 80.000 Menschen den Kaiserpalast betreten – am diesjährigen Laternenfest sind es nur 3.000. Wenn du das exklusive Event verpasst, gibt es trotzdem einen Lichtblick – wortwörtlich. Im Internet tauchten Fotos von Proben für das Lichterfest auf. So könnte die Verbotene Stadt am Dienstag und Mittwoch aussehen:

Normalerweise schließt die Verbotene Stadt täglich um 17 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit. Zur Kaiserzeit durfte das „gemeine Volk“ Pekings den Palast auf keinen Fall betreten – daher auch der Name. 2019 markiert also ein absolutes Highlight in der Geschichte des Kaiserpalastes. 

So wird das chinesische Laternenfest in der Verbotenen Stadt gefeiert

In zwei Nächten, am 19. und 20. Februar, wird ein 1.000 Meter langer Abschnitt der Palastmauern mit Laternen geschmückt. Alte Zeichnungen werden auf die Dächer projiziert, es wird traditionelle Musik geben, und eine Sonderausstellung ist ebenfalls geplant. 

Das Laternenfest ist ein traditioneller chinesischer Feiertag – der Abschluss des mehrtägigen Neujahrsfests. In China und Taiwan schmücken dann Kerzen und Laternen die Straßen, Menschen spazieren mit ihren Laternen und lösen dabei Rätsel, berichtet die „South China Morning Post“.  

Weifan in China: Rote Laternen wohin man sieht.
In China markiert das Laternenfest das Ende der Neujahrsfeierlichkeiten. Dann werden die Straßen wieder mit wunderschön leuchtenden Laternen geschmückt. (Symbolfoto) Foto: imago/ZUMA Press

Der Kaiserpalast ist ein Touri-Hotspot in Peking

Die Verbotene Stadt befindet sich im Zentrum Pekings. Bis zur Revolution 1911 lebten hier die chinesischen Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Seit 1987 ist der Kaiserpalast Unesco-Weltkulturerbe. 

Die Halle der höchsten Harmonie in der Verbotenen Stadt in Peking
Ein berühmtes Fotomotiv in der Verbotenen Stadt: Die Halle der höchsten Harmonie am Tag. Foto: unsplash.com/Justin Lim

Auf knapp 150.000 Quadratmetern gibt es 890 Paläste mit 8.886 Räumen. Die geschwungenen und damals zum Teil vergoldeten Pagodendächer sind typisch für die Verbotene Stadt. Heute können Touristen im Palastmuseum Peking eine wertvolle Kunstsammlung aus der Kaiserzeit bestaunen. Jährlich besuchen über 15 Millionen Menschen die Anlage.