Frust auf Kreuzfahrt: Schiff darf nicht in Kuba anlegen

Frust auf Kreuzfahrt: Schiff darf nicht in Kuba anlegen

Statt nach Kuba ging es für die Passagiere der „Grand Classica“ am vergangenen Wochenende auf die Bahamas. Aus bisher ungeklärten Gründen hat der Inselstaat dem Schiff am Freitag die Einreise verweigert.

Das Kreuzfahrtschiff „Grand Classica“ läuft im Hafen von Palm Beach ein.
Die „Grand Classica“ kehrte am Montagabend nach Palm Beach zurück.

Foto: imago/Zuma Press/Greg Lovett

Stell dir vor, du hast eine Kreuzfahrt nach Kuba gebucht. Einige der anderen Passagiere an Bord wollen dort sogar Verwandte besuchen, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen haben. Und dann darf dein Kreuzfahrtschiff plötzlich nicht anlegen.

Kuba-Kreuzfahrt auf die Bahamas umgeleitet

Genau das ist den Passagieren der „Grand Classica“ passiert. Obwohl die kubanische Regierung im Vorfeld grünes Licht gegeben hatte, durfte das Schiff am Freitag nicht anlegen. Und dass, obwohl mehrere Passagiere an Land Familie besuchen wollten oder Besuch von Familienangehörigen an Bord erwarteten. 

Der Veranstalter hatte im Vorfeld damit geworben, dass die kubanischen Verwandten auf das Schiff gebracht werden könnten, dort mit den Passagieren ein Konzert und Drinks genießen und schließlich zurück an Land gebracht werden würden. Das berichtet der „Miami Herald“.

Die spontane Routenänderung auf die Bahamas war da kaum ein Trost. Am Montagabend ist das Schiff nach Florida zurückgekehrt: 

Passagiere sauer auf ausgefallene Kuba-Kreuzfahrt

Und: Die Passagiere sind sauer. Dem lokalen Nachrichtensender „WPTV“ sagten sie, sie hätten für eine Kuba-Kreuzfahrt bezahlt und nicht für eine Reise auf die Bahamas.

„Sie haben die Gefühle von uns allen verletzt“, berichtet eine Passagierin. „Wir Kubaner regen uns schnell auf, wir haben uns an Bord aufgeregt und sind immer noch völlig aufgelöst, weil wir keine Antworten bekommen.“

Die „Grand Classica“ gehört eigentlich der Reederei Bahamas Paradise Cruise Line, wurde für diese Reise allerdings vom Reiseveranstalter Viva Travel gechartert. Geschäftsführer Peter Regalado sagte, Viva Travel arbeite derzeit daran, die Passagiere, die eigentlich in Havanna zugestiegen wären, zu entschädigen. 

„Nach monatelanger Arbeit wurde uns die Einreise ohne triftigen Grund verweigert“, heißt es in einem Statement. Er sei im Namen aller Kunden, die ihre Familien treffen wollten, sauer und traurig, so Regalado.

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