China: Der ultimative Survival-Guide für die Chinesische Mauer

Chinesische Mauer: Der ultimative Survival-Guide

Ein Besuch auf der Chinesischen Mauer steht bei vielen auf der Bucketlist – entsprechend überlaufen ist das Weltwunder. Mit diesen sieben Tricks erlebst du die Great Wall of China ohne Menschenmassen.

Jasmin Kreulitsch
Die Chinesische Mauer in China.
Die Chinesische Mauer menschenleer – mit diesen Tipps erlebst du das auch.

Foto: Jasmin Kreulitsch

1. Wähle den richtigen Abschnitt der Chinesischen Mauer

Viele Touristen gehen auf Reisen den einfachsten Weg. Im Falle der Chinesischen Mauer ist das der am schnellsten zu erreichende Besichtigungspunkt in Badaling. Von Peking sind es nur 70 Kilometer und knapp eineinhalb Stunden Fahrt.

Hier gibt es deshalb Massenabfertigung, Warteschlangen und Menschengewusel auf der Mauer – von einem Idyll und einsam anmutenden Fotos keine Spur. Deshalb solltest du dich für einen abgelegeneren Abschnitt der Mauer entscheiden. Dann fährst du zwar länger, hast aber gute Chancen, die Mauer in Ruhe erklimmen zu können.

Eine gute Wahl ist Jinshanling: Dorthin fährst du zwar zweieinhalb Stunden, erlebst die Mauer aber viel authentischer als anderswo. Das liegt daran, dass hierher weniger – und vor allem fast nur chinesische – Touristen kommen.

2. Starte früh am Morgen zur Chinesischen Mauer

Morgenmuffel werden jetzt jammern, aber wie bei so vielen Bucketlist-Zielen gilt auch bei der Chinesischen Mauer: Je früher du da bist, desto einsamer erlebst du dein Ziel. Entscheidest du dich für Jinshanling, musst du also wirklich früh los, im Idealfall gegen fünf Uhr morgens, damit du vor acht Uhr da bist.

Wählst du einen näheren Teilabschnitt der Mauer, solltest du auch vor sieben Uhr starten, um den Verkehrt zu vermeiden. Die Rushhour in Peking ist furchtbar und dauert etwa von 7 bis 10 Uhr morgens.

3. Fahre auf eigene Faust zur Chinesischen Mauer

In jedem Hostel oder Hotel wirst du Angebote für Touren zur Chinesischen Mauer finden. Das Problem: Du fährst mit der Masse und verbringst viel Zeit in einem vollen Bus. Dazu kommt, dass die Touren zu den Stoßzeiten fahren und du nicht zum Sonnenaufgang auf der Mauer sein kannst.

Wenn du individuell losziehst, hast du die Zügel in der Hand und kannst allein entscheiden, wann du fährst, wohin du fährst und wie lange du bleibst. Deshalb ist es viel sinnvoller, mit dem Zug oder einem privaten Fahrer loszuziehen. Von Peking fährt beispielsweise stündlich ein Zug nach Badaling.

4. Gönne dir einen privaten Fahrer

Was nach Luxus klingt, ist in Wahrheit gar nicht so teuer und vor allem die beste Art, die Chinesische Mauer zu erkunden. Buche dir einen privaten Chauffeur, der dich nach Jinshanling bringt. Der Vorteil: Du reist bequem ab, kannst die Abfahrtszeit bestimmen, im Auto schlafen und bekommst zudem Insights von einem Local.

Zum Vergleich: Ein geführter Ausflug ab Peking nach Badaling kostet zwischen 40 und 50 Dollar. Ein privater Fahrer verlangt in etwa zwischen 100 und 150 Dollar. Seid ihr zu zweit oder zu dritt, ist das definitiv die beste Wahl.

Organisiere dir den Guide vorab von zu Hause aus, um in Ruhe auf Zuverlässigkeit prüfen zu können. Die Internetzensur in China macht das Recherchieren schwer.

5. Gehe zu Fuß, anstatt die Seilbahn zu nehmen

Bereits Mao sagte: „Wer nicht auf die Große Mauer gestiegen ist, ist kein wahrer Mann.“ Und das Steigen ist wirklich wörtlich zu nehmen. Es gibt an den großen Besucherposten der Chinesischen Mauer zwar immer eine Seilbahn, die wirklich authentische Erfahrung machst du aber, wenn du zu Fuß gehst.

Dann begegnest du viel weniger Menschen und erarbeitest dir das Erlebnis auch wirklich. Keine Sorge: In Jinshanling dauert der Weg vom Parkplatz zu den ersten Stufen der Mauer beispielsweise eine knappe halbe Stunde und ist nicht steil, sondern führt einfach stetig bergauf.

6. Nimm dir Zeit für die Chinesische Mauer

Nach oben hetzen und auf der Mauer herumeilen? Bitte nicht. Plane unbedingt genug Zeit ein für deinen Besuch und genieße das Erlebnis. Dann kannst du auch wirklich auf der Mauer herumspazieren, zwischendurch Pausen machen oder dir Zeit nehmen, Fotos zu machen.

Auf der Mauer wirst du auch vereinzelt Chinesen finden, die mit einer Kühltasche auf Besucher warten. Kauf dir ein kaltes Getränk, setz dich irgendwo hin und lass die Landschaft und den Ausblick auf die Mauer auf dich wirken.

7. Achte auf die Jahreszeit

Smog ist ein riesengroßes Problem in Peking, das leider auch die Chinesische Mauer betrifft. Denn wenn es viel Smog gibt, kannst du deine Fotos auf der Mauer garantiert in die Tonne treten – die Landschaft verschwimmt dann in einem grauen Einheitsbrei.

Von November bis März ist der Smog von Peking am schlimmsten, deshalb solltest du diese Monate vermeiden.

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