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Warum du im Flugzeug mehr pupsen musst als am Boden

Boeing Belly: Über den geheimen Druckausgleich von Flugzeugpassagieren spricht fast niemand, dabei trifft das Phänomen nahezu jeden. Und es sorgt dafür, dass wir im Flugzeug mehr pupsen (sollten).

Boeing Belly: Im Flieger musst du besonders oft pupsen. (Symbolbild)
Boeing Belly: Im Flieger musst du besonders oft pupsen. (Symbolbild)

Foto: imago/ActionPictures

Mit Fürzen ist es wie mit Witzen: Die eigenen mag man am liebsten. Hand aufs Herz: Jeder von uns hat doch schon mal in der Sicherheit der stetig dröhnenden Triebwerke während eines Fluges seiner Luft freien Lauf gelassen.

Während man die eigenen Absonderungen meist erträglich findet, sind es oft die der anderen, die (Achtung, Wortwitz!) zum Himmel stinken.

Und dennoch: Was raus muss, muss raus, auch wenn der ein oder andere Flatulenz-Verweigerer jetzt den Zeigefinger hebt und erbost bestreitet, je Darmwinde wehen zu lassen. Hier gilt ganz klar: Wer im Glashaus sitzt, der lasse den ersten Furz!

Im Flieger müssen Menschen öfter pupsen

Was wie ein Tabu klingt, ist aber kein Hobby von Vielfurzern, sondern vielmehr eine natürliche Reaktion des Körpers auf die Flughöhe. Denn ab einer Flughöhe von 3.500 Metern Höhe dehnen sich durch den verringerten Luftdruck die Darmgase um etwa 40 Prozent aus.

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Kein Wunder, wenn es da im Bauch grummelt und die Luft nach draußen drängt. Dieses Phänomen nennt die Crew übrigens „Boeing Belly“. Der entsteht auch wegen der ungünstigen Sitzposition, in der man weder seinen Po noch seine Beine gut bewegen kann.

Wer sich über den Wolken nicht seinen Darmwinden stellen will, kann vorab jedoch mit der richtigen Ernährung versuchen, seinen Körpergasen Einhalt zu gebieten. Dass blähende Lebensmittel wie Knoblauch, Zwiebel, Hülsenfrüchte oder Kohl ein No-Go sind, müssen wir wohl nicht erwähnen.

Airlines servieren auch nie Gerichte, die zum Problem werden können. Aber auch Getränke mit Kohlensäure können zu Blähungen führen. Besser sind stilles Wasser und Kräutertee.

Tipps gegen Blähbauch im Flugzeug

Fakt ist aber auch: Wer im Flugzeug sitzt und unter Bauchkrämpfen leidet, weil er sich das Furzen verkneifen muss, sollte reagieren. Und zwar nicht mit einem Pupskonzert, sondern mit dem Gang zur Toilette.

Das ist in diesem Fall besser und vor allem fairer den anderen Passagieren gegenüber. Bewegung kann zudem auch helfen, Blähungen abzubauen. Es gibt auch Medikamente, die helfen, zum Beispiel Kautabletten wie Lefax und Sab simplex, die böse Gase im Magen-Darm-Trakt verringern.

Und wenn’s dann doch mal passiert und ein Pups entwischt, bleiben wir gelassen und merken uns: Ein Boeing Belly ist ein stinknormales Problem, das von uns jeder mal hat. So what? Wie gesagt: Wer im Glashaus sitzt, der lasse den ersten Furz!

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