Chile: 60.000 tote Tintenfische an Touristen-Strand gespült

Chile: 60.000 tote Tintenfische an Strand gespült

Mysteriöses Massensterben in Chile: An einem bei Urlaubern beliebten Strand bei Bahía Inglesa wurden am Wochenende 60.000 tote Tintenfische angespült. Die Behörden warnten davor, die Tiere zu berühren.

Tintenfische an einem Marktstand.
Immer wieder werden massenhaft tote Tintenfische an die Pazifikküste Chiles gespült. (Symbolfoto)

Foto: imago/imagebroker

Eigentlich ist die Region Bahía Inglesa bei Urlaubern in Chile sehr beliebt. An Entspannung ist dort aber gerade nicht zu denken: An die weißen Traumstrände wurden tonnenweise tote Tintenfische angespült. An weiteren Stränden verendeten Tausende Sardellen und Sardinen. 

60.000 tote Tintenfische überschwemmen Urlaubsstrand

Wie aus dem Nichts waren am Sonntag die Strände Bahía Inglesa, El Chuncho und Playa Blanca in der Region Atacama in Chile von toten Tintenfischen übersät. Derzeit gehen die lokalen Behörden von 60.000 verendeten Exemplaren aus, das sind ungefähr 15 Tonnen. 

Dabei handelt es sich um Humboldtkalmare, die zu den Tintenfischen gehören. Sie leben an der Pazifikküste Nord- und Südamerikas.

Das Gesundheitsministerium warnte davor, die Tiere zu berühren oder gar für den Verzehr mitzunehmen. Bilder in den sozialen Medien zeigen das Ausmaß des Massensterbens:

Warum massenhaft tote Meerestiere an die Pazifikküste Chiles gespült wurden, ist bisher unklar. Noch kurioser: Parallel dazu landeten an benachbarten Stränden tonnenweise tote Sardellen und Sardinen, berichtet das Magazin „Biobio Chile“.

Das Gesundheitsministerium hat bereits Proben genommen, um Tiere und Wasser zu untersuchen. Es müsse geprüft werden, ob sich für den Menschen gefährliche Gifte im Meer befinden, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministerium der Region Atacama.

Sollten tatsächlich Gifte für das Massensterben verantwortlich sein, dann sei die Gefahr groß, dass diese von den Tieren aufgenommen wurden und beim Verzehr schädlich für den menschlichen Organismus seien, warnt das Gesundheitsministerium.

Eigentlich ein Urlaubsparadies

Normalerweise zieht es Einheimische zum Urlaub an die paradiesischen Strände von Bahía Inglesa. Weißer Sand, eine angenehme Wassertemperatur und viele Ausflugsmöglichkeiten machen die Region bei Urlaubern beliebt.

Behörden befürchten außerdem einen großen wirtschaftlichen Schaden: Die Region um Bahía Anglesa lebt von der Fischerei und trägt maßgeblich zur Lebensmittelindustrie des ganzen Landes bei.

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