Brexit-Vorbereitung: Heathrow Airport in London hamstert Handschuhe

Brexit: Londoner Flughafen hamstert Handschuhe

Der Londoner Flughafen Heathrow bereitet sich auf einen harten EU-Austritt vor. Importierte Waren wie Gummihandschuhe für das Security-Personal werden deshalb gesammelt und zur Seite geschafft.

Am Flughafen Heathrow in London hamstern die Mitarbeiter jetzt Gummihandschuhe und Abstrichstäbchen – aus Angst vor dem Brexit. (Symbolfoto)
Die Flughafenmitarbeiter horten Handschuhe und Abstrichstäbchen – aus Angst vor dem Brexit. (Symbolbild)

Foto: imago/i Images

Geschäftig hamstern die Briten derzeit Gummihandschuhe für die Security- und Zollbeamten und bringen sie in das Lager des Flughafens Heathrow, dem größten Airport in London. Auch spezielle Abstrichstäbchen, die in England nicht hergestellt werden, bunkern die Flughafenmitarbeiter jetzt für schlechte Zeiten. Warum tun sie das?

Londoner Flughafen Heathrow wappnet sich für harten Brexit

Diese Gegenstände brauchen die Flughafenmitarbeiter täglich – einige der Materialien werden allerdings aus EU-Ländern importiert. Sollte es bei den Brexit-Verhandlungen zu keinem Deal für Großbritannien kommen, würde es für den Flughafen schwierig werden, an diese Dinge zu kommen.

„Das offensichtlichste Problem ist unser Gepäcksystem, das einen niederländischen Lieferanten hat“, sagte Hauptgeschäftsführer John Holland-Kaye dem britischen „Guardian“. Der Flughafen müsse deshalb sicherstellen, dass er genügend Ersatzteile vorrätig habe.

Dringender seien allerdings die Gummihandschuhe, mit denen die Sicherheitsbeamten Menschen durchsuchen würden. Sie kommen aus der EU – ohne Handschuhe keine Kontrollen. Gleiches gelte für die Abstrichstäbchen, die für Sprengstofftests verwendet werden.

Alltägliche Dinge, die extrem wichtig sind für die Sicherheit von Hunderttausenden Passagiere, die den Flughafen passieren. Deshalb legt sich Heathrow Airport einen großen Vorrat zu, um auch im Falle eines harten EU-Austritts genügend Handschuhe und Sprengstoffstäbchen zu haben: „An der Sammlung arbeiten wir seit Längerem“, so der Hauptgeschäftsführer.

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