Stell dir vor, du verlässt gerade die Toilette im Flieger, freust dich schon auf die Zeit auf Fuerteventura. Das Flugzeug verliert langsam an Flughöhe – plötzlich geht ein heftiger Ruck durch die gesamte Maschine. Du stehst noch im Gang, kannst dich nicht festhalten und brichst dir beim Sturz den Knöchel. Dieses Horrorszenario ist auf einem Ryanair-Flug von Edinburgh im Februar 2018 passiert.

Die Boeing 737 war gerade auf dem Weg auf die Kanaren und setzte zum Sinkflug an. Plötzlich erreichte den Piloten eine Warnung: Sofort stoppen! Denn 1.000 Meter unter der Ryanair-Maschine befand sich ein Easyjet-Flieger. Das Manöver verhinderte eine mögliche Kollision beider Maschinen.

Ryanair-Passagier bricht sich im Flugzeug den Knöchel

Dennoch blieben nicht alle unbeschadet: Ein Passagier wollte gerade von der Toilette zu seinem Sitzplatz zurückkehren, als der Pilot zum Manöver ansetzte. Der abrupte Ruck ließ den Passagier fallen, dabei brach er sich den Knöchel.

Festhalten konnte er sich nicht, da er ein fünfjähriges Kind im Arm hielt. Dieses erlitt Blutergüsse, berichtet die „Daily Mail“. Weitere Passagiere und auch Flugbegleiter, die sich zu dem Zeitpunkt nicht am Platz befanden, stürzten ebenfalls bei der Aktion.

Ryanair hat sich auf Nachfrage des reisereporters bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

Ausschalten des Autopiloten versetzte Flugzeug einen heftigen Ruck

Die spanische Flugermittlungsbehörde CIAIAC veröffentlichte in einem ausführlichen Bericht, dass das manuelle Abschalten des Autopiloten den heftigen Ruck ausgelöst hat. Um einen möglichen Crash zu verhindern, entschied der Pilot, die Boeing manuell aus dem Sinkflug zu manövrieren.