Zerstörte Häuser, unpassierbare Straßen und sogar Tote: Chile ist derzeit Wetterextremen ausgesetzt. Während im Norden starke Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt haben, wüteten im Süden mehr als 30 Waldbrände. Im ganzen Land wurde der Notstand ausgerufen.

Unwetter in Chile fordern sechs Tote

Die sintflutartigen Regenfälle kosteten bislang mindestens sechs Menschen das Leben, berichtet die „Santiago Times“ am Wochenende. 

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, sich über die aktuelle Lage in den lokalen Medien zu informieren und die Anweisungen der chilenischen Katastrophenschutzbehörde zu befolgen. Diese informiert auch über aktuelle Unwetter- und Waldbrandwarnungen.

Drohnenaufnahmen zeigen Ausmaß der Überschwemmungen

Überlaufene Flüsse haben Straßen rund um die Atacama-Wüste, die trockenste Wüste der Welt, stark beschädigt. Eine Landstraße nahe Calama wurde von den Fluten komplett weggerissen, das zeigen Drohnenaufnahmen im Video.

Die 37.000 Einwohner von Calama hatten vier Tage lang kein Trinkwasser, berichtet das Nachrichtenportal „Perfil“. Zerstörte Straßen und Erdrutsche haben manche Region von der Außenwelt abgeschnitten. 

Wiederaufbau wird über 170 Millionen Euro kosten

Die Regenfälle haben mittlerweile nachgelassen. Im Süden zerstörten die Waldbrände rund 16.000 Hektar Land. Präsident Piñera sicherte bereits 193 Millionen US-Dollar, also umgerechnet über 170 Millionen Euro, für die Aufräum- und Aufbauarbeiten zu, so die Zeitung „La Tercera“.