Bharuch, eine Hafenstadt in Indien, soll für schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Menschen offener werden. Damit mehr Mitglieder der LGBT-Community in die Stadt reisen, plant ein Team, ein Tourismuszentrum nahe der Statue der Einheit zu eröffnen. So soll pink Tourismus – auch LGBT-Tourismus genannt – nach Indien gebracht werden. 

Reisen für Schwule nach Indien

Die Stadt liegt im indischen Bundesstaat Gujarat, wo die größte Statue der Welt steht. Gujarat ist das Bundesland Indiens, das die erste Parade zum Gay-Pride abhielt. Der einzige Prinz der Welt, der offen schwul lebt und LGBT-Aktivist ist, lebt ebenfalls in Gujarat: Manvendra Singh Gohil.

„Die Statue der Einheit ist eine von vielen Attraktionen für LGBT-Menschen. Deshalb ist es unser Ziel, so viele wie möglich herzubringen“, erklärte Gohil der „Times of India“. 

Das internationale Team aus Mitgliedern der LGBT-Community folgte einer Einladung des Prinzen, um mit ihm die Möglichkeit von pink Tourismus zu besprechen.

Tourismuszentrum für Schwule bei Statue der Einheit geplant

„Wir planen, eine Tourist-Information in der Nähe der Statue zu bauen, um von dort aus Touren nach Hanumateshwar, wo Manvendra Singh Gohil ein Gemeinschaftszentrum für LGBT-Menschen hat, zu organisieren“, sagte Teammitglied Mark Snoxell. Das Gemeinschaftszentrum „My Place“ hat fünf Räume, 25 weitere sind laut Prinz Manvendra Singh Gohil geplant. 

Pink Tourismus für LGBT-Menschen 

Pink Tourismus ist ein Nischentourismus, der für schwule, lesbische, bisexuelle oder Transgender-Menschen gedacht ist.

Mit LGBT-Tourismus versuchen Länder und Reiseorte mehr Menschen anzulocken, die mit anderen LGBT-Menschen reisen möchten oder aufgrund von kulturellen oder Sicherheitsgründen besorgt sind. 

Homosexualität und Sex unter gleichgeschlechtlichen Erwachsenen sind in Indien erst seit dem 8. September 2018 nicht mehr strafbar. „Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der Öffentlichkeit aufgrund zum Teil fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz gleichwohl diskret und zurückhaltend auftreten“, schreibt das Auswärtige Amt.