Die letzte Reise der ausgemusterten Boeing 747 geht nach Amsterdam, nämlich ins Corendon Village Hotel. Dort soll der Jumbojet als Prachtstück im Garten ausgestellt werden. Für die Überführung muss das Flugzeug 17 Gräben, die A9 und eine Landstraße überqueren.

Einmalige Fahrt der Boeing 747 auf der Autobahn 

Am Flughafen Schiphol beginnt die letzte Reise der Boeing. Von hier aus sind es zwar nur acht Minuten zum Reiseziel Corendon Village Hotel.

Trotzdem gleicht der Transport einer Mammutaufgabe: Fünf Tage lang wird die Fahrt des 150 Tonnen schweren Jumbojets dauern. Dafür wurde ein niederländisches Spezialunternehmen beauftragt. Die Autobahn wird währenddessen komplett für den Verkehr gesperrt.

6.000 Menschen kauften sich Ticket für Transport

Für das Spektakel konnte man vorab Tickets kaufen: 9.000 Menschen wollten den Transport live miterleben, nur 6.000 von ihnen bekamen Tickets. Für alle anderen gibt es einen Livestream:

Die Boeing 747 wird zur Touristenattraktion

Ab Samstag soll dann die ausrangierte Maschine im Garten des Amsterdamer Corendon Village Hotel stehen. Die Fluggesellschaft Corendon möchte das Flugzeug in die „Corendon Boeing 747 Experience“ verwandeln: „Eine Attraktion für jeden, der die Sensation des Fliegens erleben möchte“, sagte ein Hotelsprecher dem Nachrichtensender „CNN“.

Geplant ist, ein Geschichts- und Kunstmuseum rund um das Thema Fliegen in der Maschine zu eröffnen – mit 3-D, 4-D- und 5-D-Installationen. Noch in diesem Jahr will das Hotel die Attraktion eröffnen.

Nach 30 Jahren ist Schluss für die Boeing 747

Den tatsächlich letzten Flug bestritt die Boeing 747 schon im November vergangenen Jahres. Auch bekannt als „City of Bangkok“, gehörte die Maschine zur Ältesten der Jumboflotte der KLM. Nach 30 Jahren zuverlässigem Betrieb ist nun Schluss. Die türkische Flug- und Reisegesellschaft Corendon hat das ausrangierte Flugzeug im Dezember 2018 gekauft.

Übrigens: Die allererste Boeing 747 hob vor 50 Jahren zu ihrem Jungfernflug ab.