Kenia: Auf Fahrrad-Safari mit Zebras und Giraffen | reisereporter.de

Kenia: Auf Fahrrad-Safari zwischen Zebras und Giraffen

Vorsicht – hier haben Zebras, Giraffen und Warzenschweine Vorfahrt! Nördlich von Nairobi liegt Hell’s Gate, der einzige Nationalpark Kenias, in dem du Fahrrad fahren und wandern darfst. Und das lohnt sich!

Ein Mann steht mit seinem Fahrrad im Hell’s Gate Nationalpark in Kenia.
Ganz nah dran: Mit dem Fahrrad durch den Hell’s Gate Nationalpark.

Foto: unsplash.com/Francesca Noemi Marconi

Das Warzenschwein blickt scheu auf, stellt seinen Schwanz nach oben und rennt schnell in die Landschaft hinein. Drei Jungtiere folgen ihm. Die Giraffen hingegen lassen sich gar nicht stören und blicken Blätter kauend auf das menschliche Wesen, das sich vor ihnen abstrampelt. Mit einem eher schlecht ausgestatteten Fahrrad durch den Sand – das ist nicht ganz so einfach. 

Zwischen Zebras und Warzenschweinen wandern und Fahrrad fahren

Der Hell’s-Gate-Nationalpark liegt im Großen Afrikanischen Grabenbruch, dem Rift Valley, rund 100 Kilometer nördlich von Nairobi in der Nähe des Naivashasees. Und es ist der einzige Nationalpark Kenias, in dem Besucher Fahrrad fahren oder wandern dürfen.

Auch wenn wandern schön ist – der Park ist mit 68 Quadratkilometern so groß, dass sich ein Fahrrad eher lohnt. Für Walking Safaris ist die unweit gelegene Halbinsel Crescent Island besser geeignet. 

Fahrräder kannst du sowohl an der Hauptstraße als auch direkt an den Gates ausleihen. Sie entsprechen nicht ganz dem deutschen Standard, aber spaßig ist die Tour allemal. Notfallnummern solltest du dir allerdings ins Handy einspeichern: Büffel können durchaus auch mal angriffslustig sein. 

Die Haupttrasse führt vorbei an dem Felsen Fishermen’s Tower, an dem sich nicht nur Klippschliefer zeigen. Diese kleinen Nager, verwandt mit dem Elefanten, sind normalerweise sehr scheu. Da sie jahrelang von Touristen illegal gefüttert wurden, kommen sie hier den Menschen aber sehr nahe. Du kannst auf den Fishermen’s Tower auf Klettertour gehen oder sogar Basejumpen. 

Wie bei „König der Löwen“: Die Schlucht erkunden 

Nahezu alle Besucher treffen sich irgendwann auf dem Picknickplatz an der Gorge, der großen Schlucht. Hier musst du dein Essen und Trinken gegen diebische Affen und Paviane verteidigen. Guides warten, um gemeinsam zu Fuß die Schlucht zu erkunden. Es geht durch Wasser, an schmalen Felswänden entlang, es wird über Steine geklettert, bis sich das Innere auftut. Steile Wände ragen rechts und links hervor. 

Die Szenerie erinnert an den Disney-Klassiker „Der König der Löwen“. Und in der Tat: Die Macher des Zeichentrickfilmes sollen sich einst unter anderem von Hell’s Gate haben inspirieren lassen für jene Szene, in der Mufasa in den Tod stürzt.

   

Eindrücke von der Fahrradsafari

Es geht vorbei an kleinen heißen Quellen zu Aussichtspunkten, von denen du die sattgrüne Landschaft überblickst. Mit Glück zeigen sich auch hier Tiere. Zur Regenzeit ist die Schlucht übrigens öfter überflutet, Touristen könnten dann Pech haben – ist der Wasserpegel zu hoch, werden keine Touren angeboten. 

Baden im Thermalbad mitten im Nationalpark

Wer nun nach all der Anstrengung etwas Entspannung braucht, fährt zum Olkaria-Geothermalbad. In dem Spa wird das Wasser, das von einem Energiekraftwerk aus der Nähe kommt, aufbereitet und abgekühlt. Ist es unter der Erde bis zu 350 Grad heiß, ist das Wasser in den Pools zwischen 25 und 45 Grad angenehm warm. Der Vorteil: Das Spa ist deutlich weniger überlaufen als beispielsweise die Blaue Lagune in Island – und mit knapp 16 Euro Eintritt auch deutlich günstiger. 

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