Diese Ankündigung hatte Anfang des Jahres für Schlagzeilen gesorgt: Tagestouristen sollen in Venedig bald ein Eintrittsgeld zahlen. Jetzt werden die Pläne konkreter.

Schon ab Mai will der Bürgermeister der Lagunenstadt die neue Gebühr verlangen. Das berichtet „Il Sole 24 Ore“. Je nach Saison und Besucheraufkommen wird der Eintritt zwischen 6 und 10 Euro betragen.

Venedig: Erst kommt der Eintritt, dann muss der Besuch gebucht werden

Dadurch soll vor allem Geld in die Kassen der Stadt gespült werden. Gesetzlich ist vorgesehen, dass die Kosten, die Venedig zum Beispiel für Reinigung, Abfallentsorgung und Instandhaltung entstehen, durch die Gebühr gedeckt werden sollen. Das schreibt Bürgermeister Luigi Brugnaro auf Twitter

Und nicht nur das: Das „Eintrittsgeld“ sei der erste Schritt in einem dreijährigen Plan, demzufolge ab 2022 der Zugang zu Venedig „smart“ gebucht werden soll. Weitere Infos dazu gibt es aktuell noch nicht.

Eine Reihe Menschen soll von der Abgabe befreit werden – darunter natürlich die Einwohner, aber auch Pendler, Studenten, Familienangehörige oder Schwerbehinderte.

Bevor das Eintrittsgeld kommt, müssen die Pläne noch vom Stadtrat abgesegnet werden. Die Abgabe soll unter anderem über Bus- und Flugtickets sowie die Kreuzfahrtpreise erhoben werden.

Der Bürgermeister arbeitet aber ebenfalls an einem Konzept, das auch Autofahrer erfassen soll.