Pleite! Airline Germania hat Insolvenz beantragt

Pleite! Airline Germania hat Insolvenz beantragt

Germania ist pleite! Die Fluggesellschaft hat beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz beantragt. Der Flugbetrieb der deutschen Airline ist bereits eingestellt worden. Was Passagiere jetzt wissen müssen.

Die deutsche Airline Germania hat den Flugbetrieb eingestellt.
Die deutsche Airline Germania hat den Flugbetrieb eingestellt.

Foto: imago/Geisser

Germania flog zu mehr als 60 Zielen in Europa, Nordafrika sowie im Mittleren und Nahen Osten. Etwa vier Millionen Passagiere nutzten die insgesamt 37 Flugzeuge der Berliner Airline pro Jahr. Doch nun ist das vorbei: Germania ist pleite. 

Airline insolvent: Das war der letzte Germania-Flug

Am Montagabend stellte die Fluglinie beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Insolvenzantrag. Der letzte Flug der Pleite-Airline war ST3711 – er landete am Montagabend in Nürnberg. Danach wurde der Flugbetrieb der Berliner Airline eingestellt. 

Germania ist pleite: Was Passagiere jetzt wissen müssen

Kunden, deren Flug Teil einer Pauschalreise ist, sollen sich zur Organisation einer alternativen Beförderung an ihren Reiseveranstalter wenden.

Wer sein Flugticket direkt bei Germania gebucht hat, hat Pech: Das Geld ist weg, da kein Anspruch auf Ersatzbeförderung besteht. Das teilt die Airline mit. „Fluggäste, die ihren Germania-Flug nun nicht wie geplant antreten können, bitte ich um Entschuldigung“, so Germania-Chef Karsten Balke.

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Darum ist Germania insolvent

Im Januar war bekannt geworden, dass die Airline in finanziellen Problemen steckt. Aber der Flugbetrieb ging zunächst planmäßig weiter, zwischenzeitlich hatte das Unternehmen sogar von erfolgreichen Finanzierungsverhandlungen gesprochen.

Und nun doch die Insolvenz. Grund dafür waren nach Angaben der Airline unvorhersehbare Ereignisse wie massive Kerosinpreissteigerungen über den Sommer des vergangenen Jahres bei gleichzeitiger Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar. 

„Leider ist es uns schlussendlich nicht gelungen, unsere Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen“, sagt Balke. „Wir bedauern sehr, dass uns als Konsequenz daraus keine andere Möglichkeit als die der Insolvenzantragstellung blieb.“

Hinzu kamen erhebliche Verzögerungen bei der Einflottung von Fluggerät sowie eine außergewöhnlich hohe Anzahl technischer Serviceleistungen an der Flotte, die das Unternehmen in großem Umfang belastet hatten.

Die Schweizer Germania Flug AG und die Bulgarian Eagle seien von dem Insolvenzantrag nicht betroffen. Die Mitarbeiter von Germania seien bereits informiert worden.

Die dritte große Airline-Pleite innerhalb weniger Jahre

Erst Ende Oktober 2017 hatte die damals zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin nach der Pleite ihren Flugbetrieb eingestellt. Im Herbst 2018 ging die Charterfluggesellschaft Small Planet Airlines mit Sitz in Berlin in die Insolvenz.

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