Knapp 30 Zentimeter Neuschnee sorgen noch immer für Behinderungen im Verkehr. Besonders betroffen ist der Münchner Flughafen: Nachdem am Wochenende schon rund 240 Flüge gestrichen wurden, entfallen auch noch heute mehr als 140. Ständiges Enteisen und Räumen legte den Flugverkehr am Sonntag lahm, zeitweise konnte nur auf einer Landebahn gestartet und abgeflogen werden.

Entwarnung bei der Deutschen Bahn: Zahlreiche Strecken wieder befahrbar

Noch gestern warteten Bahnreisende vergeblich am Gleis auf den nächsten Zug. Wie der „BR“ berichtet, standen rund um Traunstein die Bahnen still. Auch die beliebten Skigebiete am Brauneck oder am Sudelfeld waren zeitweise nicht mehr mit dem Zug erreichbar. Am Montag wurden jedoch weitestgehend Störungen behoben und Strecken wieder freigegeben.

Auf Twitter informiert die Deutsche Bahn ganz aktuell, auf welchen Strecken mit Behinderungen zu rechnen ist; aktuell gibt es noch immer Verzögerungen.

Lawinengefahr in den Bayerischen Alpen 

Für alle Wintersportler heißt es weiterhin: Vorsicht! Der Lawinenwarndienst meldet für die gesamten Bayerischen Alpen die Warnstufe drei von fünf. Schon einzelne Skifahrer können ein Schneebrett auslösen.

Am Tegelberg im Landkreis Ostallgäu erfasste am Sonntag eine Lawine ein Ehepaar aus Kempten. Die Sache ging glimpflich aus: Das Paar konnte sich selbst befreien, beide wurden nur leicht verletzt.

Autofahrer sollten im Schnee-Chaos vorsichtig sein

Auf der Bundesstraße 12 im Allgäu überschlug sich ein Auto, der Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Sonst blieb es trotz glatter Straßen glücklicherweise nur bei Blechschäden und liegen gebliebene Lastwagen.

Für manche Schüler und Schülerinnen ist der Neuschnee in Bayern auch ein Grund zur Freude: In zahlreichen Landkreisen fiel heute der Unterricht aus. Grundsätzlich ist „Schneefrei“ in Bayern aber eher eine Seltenheit.

Schnee-Chaos soll sich wieder beruhigen

Schluss mit Schnee, stattdessen Kaiserwetter: Leichte Minusgrade, Sonnenschein und wolkenloser Himmel versprechen perfekte Konditionen für alle Wintersportler – zumindest dort, wo keine Lawinengefahr herrscht. Das soll übrigens bis mindestens Ende der Woche so bleiben.