Die 5 beliebtesten Ziele für Individualreisen im Jahr 2019

Das sind die 5 beliebtesten Ziele für Individualreisen

Egal ob allein oder mit der Familie, ob Flusssafari in Namibia oder mit dem Camper durch Neuseeland: Das sind die Top-Reiseziele 2019 für deine Individualreise. Lass dich vom reisereporter inspirieren!

Freiheit pur auf dem Tafelberg: Im Morgengrauen oder zum Sonnenuntergang könnt ihr etwas Einsamkeit genießen.
Freiheit pur auf dem Tafelberg: Im Morgengrauen oder zum Sonnenuntergang könnt ihr etwas Einsamkeit genießen.

Foto: imago/Westend61

5. Australien: Der Klassiker

Das Great Barrier Reef, Sydneys Opernhaus, Ayers Rock: Das sind die absoluten Must-sees in Australien. Aber was gibt’s abseits der Touri-Magnete?

Perle der Ostküste: Brisbane

Los geht’s im Uhrzeigersinn an der Ostküste: Entlang der Sunshine Coast warten atemberaubende Strände und die schillernde Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs. Weiterfahren lohnt sich, denn eine Stadt wird immer beliebter: Brisbane.

Vibrierend, alternativ und weniger überlaufen als die Nachbarin Sydney. Brisbane lockt mit stadtuntypischen Aktivitäten wie Kajakfahren auf dem Brisbane-River – und das vor einer phänomenalen Skyline. Wer dann doch Entspannung sucht, der kann auf der vorgelagerten Insel Moreton Delfine füttern.

Ski fahren in Australien?

An Sydney kommt wohl kein Down-Under-Reisender vorbei. Den Städtekoller kannst du aber vermeiden: Einfach mit dem Auto in die angrenzenden Australischen Alpen fahren. Im Sommer Wanderparadies, im Winter Skipiste!

Ein Stück Neuseeland auf Tasmanien

Koalas und Kängurus waren gestern: An der Südküste erwartet dich nicht nur die Musikmetropole Melbourne, sondern auch ein auf dem australischen Festland bereits ausgestorbenes Tier.

Eine knapp elfstündige Fährenüberfahrt nach Tasmanien, die Heimat des Tasmanischen Teufels. Die dicht bewachsene Insel erinnert an Neuseeland.

Das Pendant zum Great Barrier Reef an der Westküste

Auf dem Weg gen Westen vergiss nicht den instragammablen Schnappschuss von den Twelve Apostles, einer bizarren Felsformation, die aus dem Meer ragt, zu machen. Denn im Westen des roten Kontinents lässt der nächste Touri-Spot lange auf sich warten.

Fun Fact: Der Name zwölf Apostel stimmt so nicht ganz, denn es ragen nur neun Kalkfelsen aus dem Meer.
Fun Fact: Der Name zwölf Apostel stimmt so nicht ganz, denn es ragen nur neun Kalkfelsen aus dem Meer. Foto: unsplash.com/graham-holtshausen

3.100 Kilometer lang ist die weniger dicht besiedelte Westküste – perfekt für stundenlange, einsame Fahrten im Camper. Dabei solltest du unbedingt halt am Ningaloo Reef machen: Mehr als 220 Korallenarten und Begegnungen mit Walhaien, Dugongs und Buckelwalen.

Wie Crocodile Dundee im wilden Norden fühlen

Die nördlichste und zugleich wohl auch abgeschiedenste Stadt des Landes. Wirklich nennenswert sind eher die umliegenden Nationalparks. Kakadu ist einer der bekanntesten. Nicht nur, weil hier „Crocodile Dundee“ gedreht wurde, sondern weil hier bis zu sieben Meter lange Salzwasserkrokodile in der freien Natur leben.

4. Kanada: Ausgesetzt in der Wildnis

Klar, kannst du in Kanada die klassischen Touri-Hotspots anfahren: Nass werden an den Niagarafällen, zum Whale Watching nach Vancouver Island, an den glitzernden Seen der Rocky Mountains Fotos mit Neidfaktor schießen, dich auf die Spuren der Goldjäger am Yukon begeben und Hundeschlitten fahren, Toronto in schwindelerregender Höhe auf dem CN Tower entdecken. Liest sich gut, oder?

Polarexpedition in die Arktis

38 Nationalparks und National Reserves gibt es in Kanada. So richtig abenteuerlich wird es nördlich des Polarkreises: in Nunavut.

Nunavut heißt so viel wie „unser Land“ und ist Heimat der kanadischen Inuit. Hier leben 0,02 Menschen pro Quadratkilometer – Nunavut ist damit eine der am geringsten bevölkerten Regionen der Erde.

Wenn dein Zeltnachbar der Eisbär ist

Leben wie das einst nomadische Volk: Mach es wie die Inuit und campe in der arktischen Wildnis. Bei bis zu minus 50 Grad solltest du bloß nicht die lange Thermowäsche vergessen und dir vor allem einen Local Guide organisieren! Denn Eisbären, Karibus und Belugawale werden deine Begleiter sein.

  

Galerie: Wildes Kanada

3. Neuseeland kompakt: Einmal Mittelerde und zurück

Auch Neuseeland rangiert in den Top 5 der beliebtesten Destinationen für Individualreisen. Das ergibt das Ranking des Reiseratgebers „Tourlane“. Dafür wurden die Buchungen des vergangenen Jahres verglichen. 

Neuseeland: Kompakte Reisegröße

Neuseeland ist allerdings um einiges kleiner als die anderen Destinationen, was das Fortbewegen auf Nord- und Südinsel gleich viel unkomplizierter macht. Zum Vergleich: Deutschland ist etwa ein Drittel größer.

Der reisereporter empfiehlt dir deshalb: Camper mieten, um die unberührte Landschaft und das damit verbundene Gefühl von Freiheit voll auszukosten.

Die Nordinsel: Wo Mittelerde zum Leben erwacht

Starten wir in einer der lebenswertesten Städte der Welt: Die Rede ist von Auckland. Nur 30 Minuten vom Strand entfernt, überzeugt die pulsierende Metropole mit guter Küche, viel Sonnenschein und stets freundlichen Kiwis.

Auf den Spuren von Frodo und Co.: Ob ein Besuch beim Filmset Hobbiton oder eine Wanderung durch die Vulkanlandschaft des Tongariro-Nationalparks – hier lebst du den Traum von Mittelerde. Und obendrauf gibt’s Geysire in Rotorua.

  

Galerie: Neuseelands Nordinsel

Die Südinsel: Türkis Seen treffen auf schneebedeckte Gipfel

Der Abel-Tasman-Nationalpark liegt an der Nordküste und ist ein beliebtes Ausflugsziel auf der Südinsel Neuseelands. Kein Wunder, denn hier verschmelzen malerische Buchten mit dicht bewaldeten Berghängen. Wandern in bequemen Flipflops ist kein Problem. Für den Park gibt es sogar eine eigene App.

Genug vom Strand? Dann geht’s zum knapp 3.800 Meter hohen Berg Aoraki, auch Mount Cook genannt. Auf dem Weg dorthin passierst du den türkis leuchtenden Lake Tekapo. Tipp von anderen Reisebloggern: Auf keinen Fall die 360-Grad-Aussicht vom Mount John verpassen. 

In Kaikoura kannst du zahlreiche Tiere entdecken: Pottwale, Delfine, Robben – manche Unternehmen versprechen eine 100-prozentige Sichtungsquote, wenn nicht, gibt’s dein Geld zurück.

In Marlborough solltest du das Auto stehen lassen, denn hier kannst du dich durch die Heimat des weltbekannten Sauvignon blancs durchtesten.

Weinanbau in der Marlborough-Region.
Hier wächst ein feiner Tropfen: Der Sauvignon blanc aus Marlborough soll einer der besten Weißweine der Welt sein. Foto: imago/imagebroker

2. Namibia: Mehr als Safari

Namibia ist bekannt für Begegnungen mit den Big Five. Miete dir lieber ein eigenes Auto, denn obwohl das Land touristisch ziemlich erschlossen ist, gibt es kein ausgebautes Öffi-Netz.

Die höchsten Dünen der Welt im Sossusvlei

Fünf Millionen Jahre alte Dünen – bis zu 300 Meter hoch aufgetürmt. Sossusvlei, eine von Sanddünen umschlossene Salz-Ton-Pfanne, besticht trotz ihrer Kargheit mit einer einzigartigen Landschaft. Lass die roten Sandmassen und unendlichen Weiten einfach auf dich wirken.

Die Namibwüste gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.
Die Namibwüste gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Foto: imago/Chromorange

Tipp: Wenn du jetzt daran denkst, hier das trendige Sandboarding auszuprobieren, vergiss das mal. Sossusvlei ist Naturschutzgebiet, boarden kannst du aber zum Beispiel in der Nähe von Swakopmund.

Swakopmund: (Gewöhnungsbedürftige) Reise in die Kolonialzeit

Typische Städtetrips solltest du in Namibia nicht erwarten: Neben der Hauptstadt Windhoek ist Swakopmund die einzige weitere Destination mit Stadtflair. Swakopmund liegt an der Küste und wird auch als „wohl deutscheste Stadt Namibias“ bezeichnet.

Obwohl das Land seit 1990 unabhängig ist – die deutsche Kolonialherrschaft endete bereits 1920 –, sind die Nachwehen der deutschen Kolonialzeit noch immer zu spüren. Wenn es dich nicht stört, auf den Straßen Deutsch zu hören, deutsche Straßenschilder und deutsche Markenprodukte in den Verkaufsregalen zu sehen und du gern entlang der bunten Fachwerkhäuser flanierst, dann solltest du hier einen Stopp einlegen.

Das Woermann-Haus in Swakopmund.
Wären nicht die Palmen, könnte man glatt denken, dass dieses Haus irgendwo in Deutschland steht. Foto: imago/imagebroker

Die wilden Tiere ziehen Reisende in Namibia an

Namibia zählt zu den tierreichsten Ländern Afrikas, eine Safaritour sollte demnach definitiv auf deiner Liste stehen. Die Big Five kannst du unter anderem im Bwabwata-Park, am Caprivi-Zipfel oder im bekanntesten Nationalpark Namibias, dem Etosha im Norden des Landes, erleben.

Noch spektakulärer werden die Begegnungen mit Afrikas Wildtieren auf einer Mountainbike-Safari. Ganz Abenteuerhungrige können das auf eigene Faust machen, mittlerweile gibt es aber auch Guided Tours.

Wettrennen aussichtslos: Der Gepard kann Geschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde erreichen…
Wettrennen aussichtslos: Der Gepard kann Geschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde erreichen… Foto: imago/Eisend

1. Südafrika: Der Alleskönner

Platz eins für das beliebteste Ziel für Individualreisen geht an Südafrika – ein Land voller Kontraste. Einfach ins Auto setzen und losfahren. Denn ein Roadtrip durch dieses Land gleicht einer einzigen Safari.

Südafrika besteht aus neun Provinzen, die sich im Klima, in der Vegetation, in der Kultur und der Geschichte unterscheiden. Hier also ein gedanklicher Roadtrip: Warum du 2019 nirgendwo besser deine Reise so individuell zusammenbasteln kannst wie in Südafrika.

Die Panorama Route: Von Johannesburg zum Kruger-Nationalpark

Nachdem du in Johannesburg gelandet bist, führt dich die R532 auf Umwegen zum Kruger-Nationalpark. Auf dem Bergpass jagt ein Highlight das andere: Du überwindest bis zu 1.000 Höhenmeter und wirst mit spektakulären Aussichtspunkten belohnt wie am drittgrößten und grünsten Canyon der Welt, dem Blyde River Canyon. 

Falls dir das mit Johannesburg eben zu schnell ging, hier ein paar Tipps für die Stadt: ein Besuch im Apartheid-Museum, mit dem Fahrrad durch das größte Township Südafrikas, Soweto, Street-Art auf einer Walkingtour entdecken.

  

Der Kruger-Nationalpark: Auch fürs kleine Budget

Elefanten, Löwen, Zebras, Nashörner in freier Wildbahn erleben und das im Prinzip sogar kostengünstiger als in deinem heimischen Zoo. Wenn du nämlich erst mal in Südafrika bist, ist ein Erwachsenen-Tagesticket für knapp 20 Euro doch wirklich erschwinglich.

Noch mehr Geld kannst du sparen, indem du den ohne Ranger mit dem eigenen Auto entdeckst. Unterkünfte gibt es je nach Saison auch schon ab 30 Euro die Nacht.

Egal ob im eigenen Geländewagen oder mit einem Guide: Eine Safari im Kruger-Nationalpark ist einmalig.
Egal ob im eigenen Geländewagen oder mit einem Guide: Eine Safari im Kruger-Nationalpark ist einmalig. Foto: imago/blickwinkel

Die Garden Route: Von Kapstadt nach Port Elizabeth

Für deine Anreise nach Kapstadt kannst du auch den Landweg verlassen. Knapp zwei Flugstunden liegen zwischen Johannesburg und der „mothercity“ Kapstadt.

Und die Metropole ist schon per sé eine Reise wert: Das Meer ist meist nur wenige Minuten zu Fuß entfernt, der Tafelberg thront über dem Kap der Guten Hoffnung, in Muizenberg lockt das Surfer-Paradies schlechthin, und Pinguine sind in Simon’s Town zu Hause.

Kapstadt ist also der perfekte Startpunkt für die Garden Route, für welche du gut eine Woche einplanen solltest. Du kommst am Addo Elephant Park vorbei, der über 600 der sanften Riesen zählt. Stürz dich im Tsitsikamma National Park von der höchsten Bungee-Brücke der Welt, pack das Surfboard in Jeffrey’s Bay aus und lausche dem Atlantik in Plettenberg Bay und Knysna.

In Gansbaai kannst du sogar Wale beobachten. Hier gibt es übrigens auch das berühmt-berüchtigte Käfigtauchen mit Weißen Haien: Für Adrenalinjunkies sicherlich ein Highlight, bei Tierschützern ist das Anködern des gigantischen Raubfisches nur zum Entertainment der Menschen umstritten. 

Weniger überlaufen: Das Northern Cape oberhalb von Kapstadt

Die Garden Route kannst du natürlich auch in umgekehrter Richtung fahren. Zurück in Kapstadt lohnt es sich nämlich, noch den Norden Südafrikas zu erkunden: Das Northern Cape macht rund ein Drittel Südafrikas aus! Wenn dir die Garden Route zu touristisch war, erwartet dich hier Abgeschiedenheit.

Auf dem Oranje River, der die Kalahari-Wüste und die Große Karoo trennt, kannst du Kajak fahren und abends fernab von jeder Großstadt unter dem funkelnden Sternenhimmel nächtigen.

  

Galerie: Northern Cape
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