Es war teilweise so kalt, dass das Einatmen wehtat. Am Donnerstagmorgen wurden in Chicago minus 30 Grad gemessen. Doch durch den eisigen Nordwind fühlte es sich noch kälter an, wie minus 39 Grad. Die Menschen wurden dazu aufgefordert, wenn möglich zu Hause zu bleiben. 

Mindestens 21 Menschen fielen der Kälte landesweit bisher zum Opfer, berichtete die „New York Times“.

Gasleitung eingefroren: Mehr als 5.000 Flüge gestrichen

Auch die Flughäfen haben mit der Extrem-Kälte zu kämpfen. Weil Gasleitungen einforeren, mussten in dieser Woche mehr als 5.000 Flüge gestrichen werden. 

Allein am O’Hare International Airport in Chicago fielen am Donnerstag mehr als 1.400 Verbindungen aus, berichtet „NBC Chicago“. Tausende gestresste Reisende würden versuchen, ihre Flüge umzubuchen oder eine Entschädigung zu bekommen.

USA: Die heftigste Kältewelle seit mehr als 20 Jahren

So eine Kältewelle wie jetzt haben der Norden und Mittlere Westen der USA das letzte Mal im Jahr 1996 erlebt. Verantwortlich für die „arktische Kälte“ ist ein Polarwirbel.

Das ist ein Band kalter Westwinde, das normalerweise über dem Nordpol kreist. Wenn dieser Wirbel geschwächt wird, kann er aber auch weiter südlich ziehen. Als Grund dafür sehen Forscher den Klimawandel.