Hast du jemals an der Nordsee oder Ostsee versucht, Pommes zu essen, wenn Möwen in der Nähe sind? Dann weißt du, dass du diesen Kampf nur verlieren kannst.

Auch am anderen Ende der Welt sind die Vögel nicht weniger dreist. Im Gegenteil: An der Oper in Sydney sind die Probleme sogar so groß, dass eine Anti-Möwen-Hundestaffel eingesetzt wird.

„Die Möwen sind unser schlimmster Albtraum“, sagt der Opern-Küchenchef Trevelyan Bale dem Stadtmagazin „Broadsheet“ aus Sydney. 

Kampf gegen die Möwen: Hunde-Staffel patrouilliert vor der Oper

Daher patrouillieren jetzt jeden Tag zwischen 12 und 16 Uhr fünf Hunde an der Promenade. Sie sollen die Vögel abschrecken und die Snacks der Besucher schützen.

Die Silbermöwen sind in Australien heimisch und daher gesetzlich geschützt. Sydney hat in den vergangenen Jahren im Kampf gegen die Möwen bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen: Mal sollte ein Roboterfalke die Vögel abschrecken, mal ein Krachmach-Gerät. Alles ohne Erfolg.

Die Anti-Möwen-Hundestaffel funktioniert

Doch die Patrouillen der Hundestaffel scheinen zu funktionieren – so das Ergebnis des Testlaufs im Januar. „Sie waren begeistert davon, die Möwen zu jagen“, sagte einer der Hundeführer.

Bereits nach zwei Wochen Einsatz der Hundestaffel hätten die Möwen gelernt, sich lieber nicht den Tischen an der Promenade zu nähern. Der Ersatz von Mahlzeiten wegen räuberischer Möwen habe um 80 Prozent abgenommen, teilt das Opernhaus mit.