Pilot packt aus: Auf diesen Routen gibt’s oft Turbulenzen

Pilot packt aus: Auf diesen Routen gibt’s oft Turbulenzen

Turbulenzen im Flugzeug sind unangenehm. Am meisten leiden Passagiere mit nervösem Magen – da ist der Griff zur Kotztüte nicht weit. Ein Pilot hat jetzt verraten, wo es auf der Welt am häufigsten wackelt.

Nervöser Magen? Dann hast du hier nicht so gute Karten.
Nervöser Magen? Dann hast du hier nicht so gute Karten.

Foto: pixabay.com (Montage)

Zehntausend Meter über dem Boden, plötzlich fängt das Flugzeug an zu wackeln, sackt nach unten. Wenn du Glück hast, dauert das nur wenige Sekunden. Wenn’s richtig schlecht läuft, kann es auch mal etliche Minuten lang ruckeln.

Turbulenzen können auf jedem Flug auftreten, überall auf der Welt. Aber: In manchen Regionen ist die Chance besonders groß, dass ein Flugzeug hineingerät. 

Das sagt einer, der es wissen muss: Stuart Clarke. Er ist Pilot und Mitglied der British Airline Pilots Association, bei der er als Senior-Ratgeber im Bereich Flugsicherheit tätig ist. Er habe praktisch jedes Mal, wenn er von London-Heathrow nach Südafrika geflogen sei, Turbulenzen erlebt. 

„Große Gewitterwolken verursachen Turbulenzen – und man findet sie um den Äquator herum“, sagt Clarke der britischen „Sun“. Wenn ein Flugzeug den Äquator überquert, gibt es einen Wettergürtel, der die innertropische Konvergenzzone genannt wird. „Sie bewegt sich mit den Jahreszeiten nach Norden und Süden“, erklärt der Pilot.

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Clarke verrät große Flughäfen, an denen sich Passagiere wegen des Wettergürtels auf Turbulenzen einstellen können: Singapur, Miami, Cancun, Bangkok, Johannesburg, Hongkong und Mumbai.

Auf Flügen in die USA gibt’s häufig Turbulenzen

Dort trete häufiger mal stürmisches Wetter auf. Eine weitere Route, auf der die Luft holprig werden kann, führe über den Atlantik. Turbulenzen treffen Passagiere zum Beispiel aus Deutschland, Großbritannien oder Frankreich auf dem Weg Richtung USA (und zurück) vor allem im Winter. Grund dafür sei der Jetstream über dem Nordantlantik, so der Experte.

Ähnlich holprig kann es auf Flügen über die Alpen, die Pyrenäen, die Rocky Mountains und die Anden werden. Der Grund sind sogenannte Leewellen – diese treten auf, wenn Windströme auf Berge treffen und so den Luftfluss um sie herum stören. Im bergigen britischen Überseegebiet Gibraltar wird der Flughafen sogar teilweise bei starkem Wind geschlossen.

Übersichtskarte: Hier kommt es oft zu Turbulenzen

Die Übersichtskarte zeigt dir, wo häufig Turbulenzen auftreten. Verhindern kannst du sie zwar auch nicht, aber dich immerhin darauf vorbereiten und vielleicht eine zweite Kotztüte bereithalten.

dAn diesen Orten gibt es die meisten Turbulenzen – sagt ein Pilot.
An diesen Orten gibt es die meisten Turbulenzen – sagt ein Pilot. Foto: pixabay.com (Montage)

Übrigens: Piloten würden so gut es geht versuchen, den Turbulenzen auszuweichen, sagt Clarke. Bei starken Winden würden sie zum Beispiel höher über Gebirge fliegen. 

Für Menschen mit Flugangst hat Clarke folgenden Tipp: „Versuch dir klarzumachen, dass es nur holprige Luft ist – es ist wie bei einem Range Rover, der über Schlaglöcher fährt.“

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