Unfassbar: Vandalen wüteten im Joshua-Tree-Nationalpark und zerstörten die Natur auf mehr als 30 Kilometern.

Sie bretterten mit ihren Autos abseits der Straßen, beschmutzten Felsen mit Graffiti, machten Lagerfeuer in verbotenen Zonen und fällten etliche Bäume. Akazien, Wacholder und Josua-Palmlilien.

Schäden im Joshua-Tree-Nationalpark bleiben bis zu 300 Jahre

Diese berühmten Bäume können bis zu 900 Jahre alt werden, ihnen verdankt der Park seinen Namen.

„Was in den vergangenen 34 Tagen mit unserem Park passiert ist, ist für die nächsten 200 bis 300 Jahre nicht mehr zu reparieren“, sagte der Ex-Leiter des Nationalparks, Curt Sauer, der lokalen Tageszeitung „Desert Sun“. 

Shutdown führt zur Verwüstung von Nationalparks

Wie konnte das passieren? Während des 35 Tage dauernden Shutdowns – dem längsten in der Geschichte der USA – wurden etwa 800.000 Staatsbedienstete nicht bezahlt oder in Zwangsurlaub geschickt. In den meisten US-Nationalparks wurde daraufhin der Service eingestellt, sie waren nicht ausreichend bewacht.

Die Folge: Die Nationalparks versanken in Fäkalien und Müll. Weil Besucher wegen gesperrter Toiletten einfach an den Straßenrand machten. Weil Mülleimer nicht geleert wurden und sie ihren Abfall daher einfach in die Natur warfen. 

Einige Nationalparks wurden geschlossen, nicht aber Joshua Tree. Das gab den Vandalen die Möglichkeit, über den Park herzufallen.

Die Kritik an der Regierung ist daher groß: „Wenn sie die Nationalparks nicht finanzieren oder mit Personal ausstatten kann, sollte sie sie schließen, um die Parks und die Menschen zu schützen“, sagte John Lauretig, Direktor der Vereinigung Friends of Joshua Tree, der „Desert Sun“.