Reykjavík: Warum Cat-Spotting in Island Trend ist | reisereporter.de

Warum Cat-Spotting in Island zum Hype wurde

Sie heißen Baktus und Púki und haben Instagram-Accounts und Facebook-Profile: Einige von Reykjavíks zahlreichen Katzen sind echte Promis geworden. Islands Touristen lieben die entspannten Vierbeiner.

„City of Cats“: Einige der zahlreichen Katzen Reykjavíks sind richtige Internetstars geworden. (Symbolfoto)
„City of Cats“: Einige der zahlreichen Katzen Reykjavíks sind richtige Internetstars geworden. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Nicolas Picard

Die nördlichste Hauptstadt der Welt wird von Einheimischen gern auch „Stadt der Katzen“ genannt. Reykjavík auf Island ist wahrscheinlich eine der katzenfreundlichsten Städte der Welt – den Eindruck gewinnst du bei einem Besuch in der 120.000-Einwohner-Stadt jedenfalls schnell.

Ähnlich viele Katzen siehst du sonst vermutlich nur in südlicheren Gefilden. Der große Unterschied: Die Katzen in Reykjavík haben meist alle ein Zuhause, sind gut gefüttert und gepflegt und verlangen Streicheleinheiten. 

Isländische Katzen laufen frei durch Reykjavík

Vor allem im Zentrum der Stadt und auf der Haupteinkaufsstraße, dem Laugavegur, sind die isländischen Katzen zu finden.

Weil sie ungeniert in die Cafés, Buchläden und Touristenshops gehen, Nickerchen in Schaufenstern halten oder einfach mal auf dem Bartresen entlangstolzieren, haben es einige der Samtpfoten zu reichlich Internetberühmtheit gebracht.

Downtown genießen sie ihr Rampenlicht und die meiste Aufmerksamkeit. Auf Facebook haben Katzenfreunde die Gruppe „Spottaði kött“ (auf Deutsch: Katze gesichtet) gegründet. Hier teilen sie ihre Bilder von Begegnungen mit isländischen Katzen. 

Promikatzen in der Nähe vom Nordpol

Kater Baktus ist einer der vierbeinigen Promis in Reykjavík. Der schwarz-weiße Kater hat einen regelrechten Fanclub und mehr als 8.000 Follower auf Instagram.

Tagsüber streunert er auf dem Laugavegur von Pub zu Klamottenladen und lässt sich mit begeisterten Isländern und Touristen ablichten.

Am häufigsten findest du Baktus im Outdoorladen Icewear, wo er auf Rentierfellen und dicken Wollpullovern (isländisch: loapapeysur) schläft. Baktus gehört zu den Besitzern des Vintageladens Gyllti kötturinn, was übersetzt „die goldene Katze“ heißt – wie passend. 

Baktus hat es zu so viel Fame gebracht, dass der freundliche Kater vor einigen Wochen sogar Opfer einer Entführung wurde. Ein Tourist war dabei gesehen worden, wie er den strampelnden Baktus in einen Mietwagen zerrte und davonfuhr.

Nach einer tagelangen Suche und Medienberichten über das „Catnapping“ Islands bekanntester Katze, tauchte Baktus unversehrt wieder auf. Mittlerweile trägt er aus Sicherheitsgründen ein GPS-Signal am Halsband.

Katzen sind zum Wahrzeichen von Reykjavík geworden

Einen hohen Bekanntheitsgrad hat auch Kater Púki (zu Deutsch: „kleiner Teufel“) erreicht. Er ist auf Facebook mit Tausenden Menschen befreundet und verbringt seine Tage im Shop von 66° North, im Buchladen Mál og Menning und in der Lebowski Bar, wo ihm gern ein Glas Milch serviert wird.  

Die isländischen Katzen sind selbst zu einem Wahrzeichen der Hauptstadt geworden. Für viele Touristen gehört die Suche nach einem Fell-Promi zu einem Besuch in Reykjavík dazu. Die Vierbeiner sind aber auch besonders niedlich und entspannt!  

Die Weihnachtskatze ist die berühmteste Katze Islands

Aber: Eigentlich ist die berühmteste Katze Islands die Weihnachtskatze (Isländisch: jólakötturinn), auch wenn sie nicht echt sein mag. Der Sage nach ist sie riesengroß, bösartig und soll bei einer Trollfamilie wohnen.

Am liebsten frisst sie angeblich kleine Kinder! Wer an Weihnachten keine neue Kleidung geschenkt bekommen hat, läuft dem Glauben nach Gefahr, von ihr gefangen zu werden. Die Isländer sorgen deshalb an Weihnachten immer dafür, dass jeder Klamotten geschenkt bekommt.

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