Ein Internet-Shutdown zieht schwere Konsequenzen für den Tourismus und die Wirtschaft Simbabwes nach sich: Nachdem es Mitte des Monats Proteste nach einem starken Anstieg der Benzinpreise gegeben hatte, griffen die Polizei und bewaffnete Soldaten hart gegen die Bevölkerung durch.

Laut „The Guardian“ wurden zwölf Menschen getötet, viele Menschen schwer verletzt und mehr als 600 Menschen im ganzen Land festgenommen. 

Simbabwes Regierung hatte aus Sicherheitsgründen einen zweitägigen Internet-Shutdown eingeleitet – Kritiker nennen den Shutdown laut afrikanischen Medien allerdings einen Versuch, Berichte über die brutale Vorgehensweise der Regierung zu verhindern. Simbabwes Oberster Gerichtshof nannte den Shutdown sogar illegal.

Simbabwe-Buchungen werden storniert

Airlines wie Fastjet sagten ihre Flüge in die Hauptstadt Harare ab, Simbabwes Tourismusgeschäftsrat Paul Matamisa erklärte, dass man nicht sagen könne, wie hoch der wirtschaftliche Schaden durch den Shutdown sei. Es sei aber nun noch schwieriger, das Land für Touristen zu bewerben.

Erst im vergangenen Jahr hatte Simbabwe nach Krisenjahren wieder mehr Touristen angelockt.

China und Simbabwe starten Tourismusprojekt

Nach den Unruhen und dem Shutdown hat Simbabwes Tourismusbehörde (ZTA) gemeinsam mit der chinesischen Touchroad-International-Gruppe ein Projekt namens „Grand Tour Africa – New Horizon“ gestartet.

350 chinesische Touristen werden jeden Monat das südafrikanische Land besuchen, wie „eTN News“ berichtet. Die chinesischen Investoren wollen Simbabwe und andere afrikanische Länder den 1,4 Milliarden Chinesen näherbringen.