Mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde fegte der Tornado einmal quer durch Havanna – dabei hinterließ er vor allem im südöstlichen Viertel Regla eine Schneise der Verwüstung.

Auch auf der weltberühmten acht Kilometer langen Uferpromenade El Malecón richtete der Wirbelsturm Schäden an.

Eine Grafik des meteorologischen Institutes zeigt den Weg des Tornados durch Kubas Hauptstadt:

Tornado auf Kuba zerstört mehr als 1.200 Häuser

Die Zahl der Toten stieg auf vier an, mindestens 195 Menschen wurden verletzt. Das berichtet „Cuba Debate“.

Zudem können Tausende Familien vorerst nicht in ihr Zuhause zurück, weil mehr als 1.200 Häuser und Wohnungen beschädigt oder komplett zerstört sind. 

Der Tornado überraschte viele Bewohner – eigentlich ist gerade Trockenzeit auf Kuba.
Der Tornado überraschte viele Bewohner – eigentlich ist gerade Trockenzeit auf Kuba. Foto: imago/Agencia EFE

In den westlich von Havanna gelegenen Provinzen Pinar del Río und Artemisa sowie in der östlichen Provinz Mayabeque versursachte das Unwetter Überschwemmungen.

Kuba: Der Tornado kam unangekündigt

Staatspräsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez machte sich vor Ort ein Bild von den Schäden. Er sagte, dass der Sturm eine „große Intensität“ hatte. Der Tornado war in etwa vergleichbar mit einem Hurrikan der Stärke vier bis fünf.

Auch viele Touristen erlebten den Wirbelsturm mit, aktuell ist die Hauptreisezeit für Kuba. Denn eigentlich ist gerade Trockenzeit, die Hurrikan-Saison ist offiziell von Juni bis November.

Für die Menschen in Kuba kam der Tornado auch völlig überraschend, denn das Meteorologie-Institut hatte lediglich „eine Reihe von Gewittern“ angekündigt, berichtet die kubanische Zeitung „Granma“.