Die irische Billig-Airline Ryanair muss rund eine halbe Million Euro an die Deutsche Flugsicherung (DFS) nachzahlen, weil sie beim Gewicht ihrer Flugzeuge eine zu niedrige Zahl angegeben hatte. Damit wollte Ryanair die niedrigsten Start- und Landegebühren zahlen.

Die Gebühren richten sich nach dem Starthöchstgewicht eines Fliegers. Bei dem Flugzeugtyp, den Ryanair einsetzt, sind das entweder 67, 70 oder 75 Tonnen. Ryanair hat sich für die leichteste Variante entschieden und zahlte somit die niedrigsten Gebühren. 

Doof für Ryanair: Die DFS hatte bemerkt, dass Ryanair mehr Kerosin an Bord hatte, als für einige der Ziele notwendig gewesen wäre. 

Ryanair: Kontrollen legten Übergewicht offen

Deshalb kontrollierte das Luftfahrtbundesamt 2012 an den Flughäfen in Hahn und Bremen stichprobenartig und stellte fest, dass Ryanair zu schwer abhebt. Deshalb berechnete die DFS die Gebühren neu und forderte von Ryanair zudem Nachzahlungen rückwirkend bis ins Jahr 2009, insgesamt eine halbe Million Euro. 

Ryanair klagte gegen den neuen Bescheid – und unterlag 2014. Das Gericht verhängte zudem ein Berufungsverbot, wogegen Ryanair erneut klagte. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof bestätigte nun aber das Urteil des Darmstädter Verwaltungsgerichts, es ist damit rechtskräftig.